Prolog

Heute erzähle ich dir eine Geschichte, die mir niemals jemand glauben würde. Meine Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich habe überlebt und nur mein linkes Auge verloren. Seit dem lebe ich bei meinem Onkel, Stefano. Auch er verlor sein Auge. Sein Rechtes. Er hatte es im Krieg verloren. Seitdem verhielt er sich komisch, weswegen wir oft Probleme hatten…

1. Gegen jeglichen Verstand

„Mr. Smith. Was halten sie von dem Mord?“, fragte mich ein Reporter. „Es ist sehr tragisch und ich hoffe das der Verantwortliche schnell gefunden wird.“, antwortete ich. „Es ist ja nicht das erste mal, das jemand, der Mr. Valentini nahe stand gestorben ist.“, sagte er. „Wollen sie etwa sagen, er hätte etwas damit zu tun?“, fragte ich aufgebracht. „Würden sie es in Betracht ziehen?“, fragte er zurück. „Niemals! Außerdem wurden die Fälle doch aufgeklärt und er war nicht verantwortlich.“, sagte ich. „Gut. Danke für ihre Geduld, Mr. Smith.“, sagte der Reporter und ging weg. Ich sah noch mal zu Emilys Leiche. Ihr Kopf fehlte. „Oh bitte. Ich hoffe du hast nichts damit zu tun…“, murmelte ich und ging nach Hause. Zu Hause saß Stefano auf dem Sofa. „War die Polizei schon hier?“, fragte ich. „Ja. Ich verstehe nicht warum du dir Sorgen machst.“, sagte er unschuldig. „Wieso…? Das hat eh keinen Sinn…Ich halt das nicht mehr aus!“, rief ich wütend und ging in sein Zimmer, Stefano folgte mir. Auf einem Stuhl lag Emilys Kopf. Drumherum standen ein paar Pappaufsteller die in die Richtung des Stuhls schauten. „Ich bin noch nicht ganz fertig.“, sagte Stefano. „Mir reichst! Ich habe keinen Bock mehr darauf!“, rief ich, nahm den Kopf und ging nach draußen. „Was hast du vor? Leg das sofort wieder zurück!“, schrie Stefano und hielt mich am Arm fest. „Willst du etwa im Gefängnis landen?“, fragte ich wütend. „Nein…“, sagte er. „Ich auch nicht also lass mich los!“, rief ich. „Die werden uns eh nicht kriegen.“, meinte er. „Lass mich einfach in Ruhe!“, rief ich und riss mich los. Ich vergrub den Kopf im Garten. „Wir ziehen hier weg!“, befahl ich. „Mach doch nicht so viel Stress. Die werden das schon verstehen.“, meinte Stefano. „Keiner versteht dich!“, rief ich wütend.

Am nächsten Tag fand ich eine Anzeige in der Zeitung. Sie warb für eine angeblich sichere Kleinstadt namens Union. Man solle am nächsten Tag zu einer bestimmten Adresse kommen, ein paar Tests machen und dann könnten wir nach Union. „Warum respektiert niemand meine Kunst?“, fragte Stefano sich. „Weil es schrecklich ist!“, rief ich wütend. „War doch nur eine Frage.“, meinte er. „Ich habe eine Stadt gefunden. Es ist Union.“, erzählte ich. Er zuckte nur mit den Schultern. „Wir sollen nur das wichtigste mitnehmen.“, las ich weiter, „Man muss sich nur anmelden. Fang schon mal an deine Sachen zu packen.“ Ich packte meinen Koffer.

Am Morgen stand ich mit meinem Koffer in der Tür. „Komm endlich!“, rief ich. „Mach keinen Stress, Maxis.“, meinte er und kam nur mit seiner Kamera. „Ist das alles?“, fragte ich irritiert. „Ja.“; antwortete er. Wir stiegen ins Auto und fuhren hin. Es war eine kleine Lagerhalle mitten im Nirgendwo. Draußen stand nur eine kleine Gruppe. Wir stellten uns dazu. Nervös sah ich mich um. Da ging der Haupteingang auf. Nach einander gingen die Leute hinein. Drinnen wurden mir nur ein paar Fragen gestellt, an mehr kann ich mich nicht mehr erinnern.

2. Das Abenteuer beginnt

Das nächste an das ich mich erinnern konnte, war dass ich auf dem Boden lag. Ich war allein. Ein paar Wassertropfen fielen auf mich und ich setzte mich auf. Komischer Weise verschwand das Wasser, wenn es den Boden berührte. Auch mein Pulli blieb trocken. Ich sah mich um. Es schien keine Wände zu geben. Ich ging in eine Richtung. Aus dem Nichts tauchte vor mir eine Straße auf, zu der ich hinlief. Plötzlich fuhren zwei Autos in einander. Das eine war das meiner Eltern. Panisch lief ich darauf zu, doch kurz bevor ich es erreicht hatte, löste es sich auf. Da sah ich neben mir Stefano, der Fotos von Emily machte. Vorsichtig ging ich näher. Wie vorher löste auch das sich auf. „Was ist das hier?“, fragte ich. Da sah ich unser altes Haus. Ich lief wieder dahin und hörte dabei Polizeisirenen. Sie umstellten das Haus. Dann löste sich auch diese Szene auf. Ich lief weiter. Urplötzlich leuchtete alles weiß auf. Ich konnte nichts mehr sehen. Da schreckte ich auf. Ich saß in meinem Bett. Zu Hause. „War das alles nur ein Traum?“, fragte ich mich, stand auf und sah nach Stefano. Er schlief noch. Ich sah aus dem Fenster. „Wo bin ich?“, fragte ich mich. Draußen war alles anderes. Da kam Stefano rein. „Hattest du auch so einen komischen Traum?“, fragte ich. „Nein.“, sagte er, „Was ist denn hier passiert?“ „Das frage ich mich auch gerade.“, sagte ich irritiert und ging zum Briefkasten. Es war ein Brief drinnen. Er war von der Stadt Union mit allen Regeln. Wir sahen uns in dieser Stadt um. Überall wuchsen prächtige Blumen und Bäume, doch irgendetwas stimmte nicht. „Schau dir mal die Bäume genau an.“, sagte Stefano. „Was soll damit sein?“, fragte ich. „Diese Bäume sind immer die selben, außerdem bewegen sie sich, obwohl kein Wind weht.“, erklärte Stefano, „Aber das erkennst du ja natürlich nicht. Die Person, die hier für verantwortlich ist, hat kein Auge für Kunst. Das ist doch alles nicht echt…“ Wir gingen in den Wald. Dort saß ein kleines Mädchen, mit drei Puppen. „Hey, Kleine.“, begrüßte ich sie. „Was machst du den hier so allein?“, fragte ich. „Ich verstecke mich.“, antwortete sie ängstlich. „Wie heißt du denn?“, fragte ich. „Ich bin Lily.“; antwortete sie unsicher. „Komm wir suchen deine Eltern.“, sagte Stefano höflich. „Nein, Mama hat gesagt, ich soll mich hier verstecken.“, rief sie ängstlich. Ich nahm sie vorsichtig am Arm. Mein Auge leuchtete. Stefano sah mich überrascht an. Ich ließ Lily los. „Du brauchst keine Angst haben.“, sagte Stefano und packte sie am Arm. Lily schrie und versuchte sich zu wehren. „Lass sie los! Du machst ihr Angst!“, rief ich. Er reagierte nicht. Ich warf mich gegen ihn. Er ließ Lily erschrocken los. Sie rannte weg. „Was hast du getan!“, brüllte er und rannte ihr nach. Während er lief, teleportierte er sich hin und wieder mal. Ich folgte ihm, zu einer Tankstelle. Sie lief hinein. Stefano hinter her. Sie sperrte sich in einem Hinterzimmer ein. Stefano warf sich mehrfach gegen die Tür. Da entdeckte ich einen Schacht am Boden und sah hindurch. Lily kletterte aus einem Fenster nach draußen. „Sie ist nach draußen!“, rief ich. „Worauf wartest du dann noch?“, rief Stefano genervt und lief nach draußen. Ich folgte ihm. Sie lief wieder in den Wald und wir rannten ihr hinterher. „Lily! Du brauchst keine Angst zu haben, ich tue dir nichts.“, versuchte ich sie zu beruhigen. Sie rannte weiter die Straße runter und ich verlor sie aus den Augen. Vor einem der Häuser standen zwei Autos. Ich schlich um eines herum. Dort saß Lily. Sie schrie vor Schreck auf und rannte in ein Lagerhaus. Wir folgten ihr. „Lily! Komm raus!“, rief Stefano. Sie lief nach oben und versteckte sich in einem Büro. Ich sah wie sie sich unter dem Tisch versteckte. Stefano schubste mich weg und betrat den Raum. Er wusste genau wie ich wo sie war, trotzdem ging er wieder raus. Er lächelte mich kurz an und verschwand. Plötzlich hörte ich einen Schrei. Schnell rappelte ich mich auf und stürmte in den Raum. Stefano hielt Lily den Mund zu. „Lass sie los!“, rief ich. „Klappe, Maxis!“, brüllte er. Ich zuckte erschrocken zusammen. „Wir müssen jetzt hier weg!“; befahl Stefano. Wir gingen nach draußen. Dort liefen ein paar Zombies herum, die von Mobius-Agenten verfolgt wurden. Am Himmel war ein Kameraauge und beobachtete uns. Stefano lies Lily erstaunt los. Sie klammerte sich sofort an meine Hand. Wir wollten uns im Theater verstecken. Auch dort waren ein paar Zombies. Die Leute liefen verängstigt nach draußen. Stefano zog ein Messer. Ich lief mit Lily in einen Nebenraum. Dort standen alle Requisiten. Lily sah sich unsicher um. Wir setzten uns an einen Tisch. Lily sah verängstigt aus. Ich suchte ein paar Sachen zusammen und wir spielten damit. Lily war schnell wieder fröhlich. „Was ist denn das?“, fragte sie auf einmal. Da fiel mir etwas auf, das neben mir herflog. Es sah aus wie das große Kameraauge am Himmel, nur kleiner. Es war nur so groß wie meine Hand. Ich wich erschrocken zur Seite. Es klammerte sich an meinen Arm. „Wie niedlich.“, lachte Lily, „Es scheint dich zu mögen.“ Ich streichelte es. „Wirst du es behalten?“, fragte sie. Ich nickte. „Ich brauche nur noch einen Namen für ihn.“, bemerkte ich. „Wie wäre es mit Billy?“, schlug sie vor. „Das klingt super. Findest du nicht auch, Billy?“, fragte ich glücklich. Billy flog glücklich durch die Luft. Wir spielten weiter, bis in die Nacht. Als Lily einschlief, legte ich sie auf eine Couch. Da kam Stefano rein. „Ich dachte schon dieses Gekicher würde nie aufhören.“, meinte er und zog mich aus dem Raum. „Schau dir das mal an.“; sagte er, warf eine Vase um und fotografierte es. Plötzlich hing sie in einem halbdurchsichtigen Würfel mitten in der Luft fest. „Wie hast du das geschafft?“, fragte ich und tippte die Vase an. „So kann ich endlich wahre Kunst erschaffen.“, meinte er, „Hier, ich habe dir deine auch mitgebracht.“ Er gab mir meine alte Kamera. Plötzlich leuchtete diese kurz blau auf. Ich ließ sie vor Schreck fallen. Billy fing sie auf und gab es mir zurück. „Morgen will ich etwas ausprobieren. Dafür bräuchte ich Lily.“, meinte Stefano. „Solang du ihr nicht weh tust…“, sagte ich misstrauisch. „Mach dir um sie keine Sorgen.“, sagte er und ging weg.

3. Das Monster

Am nächsten Tag gingen ich und Lily mit Stefano in eine große Halle. Vor uns stand ein Monster aus menschlichen Körperteilen mit einer Kamera als Kopf. „Was ist das?!“, fragte ich. „Das ist meine Obscura.“, stellte er sie vor, „Es fehlt nur noch der letzte Schliff.“ Er griff Lily am Arm und zog sie zu Obscura. „Lass mich los!“, weinte sie. „Jetzt stell dich nicht so an!“, meinte Stefano, dessen Auge wieder leuchtete. Er berührte Obscura. Plötzlich leuchtete Obscuras Kamera auf und sie bewegte sich. Stefano ließ Lily los. Obscura stolzierte in meine Richtung. Ich blieb geschockt stehen. „Verstehst du jetzt ihre Macht?“, fragte Stefano glücklich. Obscura starrte mir direkt in mein Auge. Da hörte ich ein leises Surren. Ich sprang zur Seite. Im nächsten Moment hörte ich ein Klicken und Obscuras Kamera leuchtete. Dort wo ich gerade eben noch gestanden war, war ein halb durchsichtiges Quadrat. Stefano lachte. „Was soll das?!“, fragte ich genervt. Da wand sich Obscura wieder mir zu. Ich richtete mich auf. Obscura drängte mich in eine Ecke. Mein Auge leuchtete. Ich hörte wieder ein Surren. Billy leuchtete auf, löste sich von meinem Arm und schlug mit seinen Tentakeln auf Obscura ein. Ohne zu überlegen schlug ich Obscura in die Kamera. Sie schrie auf und stolperte davon. Billy klammerte sich wieder an meinen Arm. Obscura hängte sich ängstlich an die Decke. „Ich weiß, das du mich nicht leiden kannst. Trotzdem ist das krass. Selbst für dich.“, meinte ich überrascht. „Du verstehst auch keinen Spaß.“, lachte Stefano. „Das ist nicht lustig!“, rief ich und wand mich ab. Lily folgte mir. „Geht es dir gut, Maxis?“, fragte sie. „Ja, mach dir keine Sorgen um mich.“, sagte ich.

4. Wir sind in Gefahr

In der Früh ging ich nach draußen. Seit wir Lily gefunden hatten, war die Sonne nicht mehr aufgegangen. Das einzige am Himmel war Stefanos Kameraauge. Die Straßen waren ungewöhnlich leer. Nur wenige Leute waren unterwegs, darunter auch Mobius-Agenten. Sie schienen nervös zu sein. Billy flog durch die Gegend. Da sah ich Stefano, der in die Stadt ging. Ich und Billy gingen wieder rein zu Lily. Sie war schon wach. „Wo warst du?“, fragte sie fröhlich. „Ich war draußen.“, antwortete ich nichtssagend. „Kann ich auch nach draußen?“, fragte sie. „Nein, das wäre zu gefährlich.“, meinte ich, „Wollen wir etwas spielen?“, schlug ich vor. „Ja.“, sagte sie und suchte etwas aus.

Ein paar Stunden später kam Stefano zurück. „Maxis. Du musst vorsichtig sein…“, warnte er mich. „Warum? Was ist los?“, fragte ich. „Die haben Mobius Agenten hergeschickt.“, erklärte er. Ich stand auf. „Wie viele?“, fragte ich weiter nach. „Es waren 5… jetzt sind es 4…“, sage er. „Was hast du getan?“, fragte ich genervt. Stefano gab mir ein Foto „Ist es nicht wunderschön?“, fragte er. „Bist du irre?!“, rief ich wütend. „Irgendwann wirst du mich verstehen.“, meinte Stefano, „Wenigstens versteht ER mich.“ Er nahm mir das Bild ab. „Wen meinst du?“, fragte ich. „Er heißt Theodore. Wenn ich ihm Lily ausliefern, bekomme ich noch mehr Macht.“, lachte er. „Bist du irrre! Du wirst sie keinem ausliefern!“, rief ich wütend, „Das werde ich nicht zulassen!“

5. Mein erstes Kunstwerk

Am Abend ging ich durch die Stadt. In der Ferne sah ich das Leuchten einer Taschenlampe. Ich schlich näher hin. Es war ein Mobius Agent. Ich folgte ihm. Er ging im Rathaus, nach oben. Da entdeckte ich hinter einer Tür, Stefano. „Warte!“, rief ich. Der Mobius Agent drehte sich um und zog seine Pistole. „Wer bist du?“, fragte er. „Das ist jetzt nicht wichtig.“, meinte ich und kam näher. „Bleib weg!“, rief er ängstlich. Da ging hinter ihm die Tür auf. Stefano schlich sich von hinten an. „Pass auf!“, rief ich und rannte auf ihn zu. Er schoss auf mich. Er traf mich an der Schulter. Ich biss die Zähne zusammen und stieß ihn bei Seite. Stefano rammte mir das Messer in die selbe Schulter. Ich schrie auf. Stefano riss das Messer erschrocken aus meiner Schulter und wich zurück. Mein Auge leuchtete blau auf. Ich richtete mich auf. Der Mobius Agent richtete wieder seine Waffe auf mich. Ich teleportierte mich zu ihm. Als ich vor ihm stand, schrie er auf. Ich schlitzte ihm den Bauch auf und stieß ihn vom Geländer. Schreiend fiel er nach unten. Billy flog hinterher und fotografierte ihn. „Ich bin stolz auf dich.“, hörte ich Stefano. Ich stand geschockt am Geländer. Mein Auge hörte auf zu Leuchten. „Was habe ich getan?“, murmelte ich. „Das Richtige.“, meinte Stefano. Ich drehte mich ruckartig um. „Das Richtige?!“, fragte ich wütend, „Ich habe ihn umgebracht!“ „Eigentlich nur verwundet.“, stellte Stefano klar. „Du verstehst das nicht! Das bin nicht ich!“, rief ich traurig, „Ich will nicht so sein, wie du!!!“ „Irgendwann wirst du es akzeptieren.“, sagte Stefano und ging. Ich sank traurig zusammen. Billy flog zu mir. Ich streichelte ihn. Er war größer geworden. Ich fing an zu weinen. „Wieso musste das passieren?“, fragte ich mich. Irgendwann schlief ich ein.

6. Leben oder Tod

Am Morgen lag ich noch immer im Rathaus. Ich richtete mich auf und verließ das Rathaus. Draußen liefen dutzende Zombies herum. Ich schlich mich an den Häusern entlang. Da hörte ich Schreie aus dem Besucherzentrum. Ich lief hin. Die Tür war offen. Drinnen sah ich mich um. Die Tür zum Keller war offen. Unsicher ging ich die Treppe herunter. Dort saß ein Mann auf dem Stuhl und Stefano stand daneben. „Nicht bewegen.“, befahl Stefano. Ich schlich mich an. „Hilfe! Hilft mir den keiner?“, rief der Mann. „Lass ihn gehen!“, rief ich. Der Mann versuchte sich loszureißen. „Nicht bewegen!“, schrie Stefano sauer, „Und du bleib bloß weg!“ „Bitte, helfen sie mir.“, bat der Mann. „Also…“, sagte Stefano. Ich lief auf ihn zu. „Ich sagte bleib weg!“, brüllte er sauer und zielte mit seiner Pistole auf mich. „Zeit für ein neues Kunstwerk.“, meinte er. Ich schloss verängstigt meine Augen und hörte einen Knall. Doch er hatte nicht auf mich geschossen. Der Mann war nun auch in einem Quadrat gefangen. „Jetzt haben wir nur noch Zwei.“, meinte Stefano, „Wir sollten ins Theater zurückgehen. Lily vermisst dich schon.“ Er ging wieder nach oben. Ich folgte ihm verunsichert.

7. Neue Erkenntnisse

Vor dem Theater war ein Zaun mit zwei Bildern. „Was soll das?“, fragte ich. „Damit uns keiner stört.“, meinte Stefano. Wir gingen auf der Rückseite durch einen Geheimeingang. Ich machte mich sofort auf den Weg zu Lily. Sie lief sofort auf mich zu. „Maxis!“; freute sie sich. Stefano ging weg. „Ich habe solche Angst gehabt.“, sagte sie, „Wo warst du?“ „Das ist nicht so wichtig. Ich werde dich vor ihm beschützen, versprochen.“, versprach ich, „Was ist eigentlich passiert, als ich nicht da war?“ „Er hat so komische Sachen gebaut. So etwas ähnliches, wie das was dich angegriffen hatte. Er hat auch wieder dasselbe gemacht, aber die sind zum Glück nicht lebendig.“, erzählte sie. „Jetzt wird alles gut.“, sagte ich.

Am nächsten Tag verschwand Stefano in der Früh. Ich schlich mich ebenfalls nach draußen und ging ein bisschen die Straße entlang. Allzu weit wollte ich mich nicht vom Theater entfernen. Da entdeckte ich hinter einem Auto einen toten Mobius Agenten. Ich ging zu ihm. Sein Kommunikator knisterte komisch. Ich hob ihn auf und spielte etwas damit rum. Ich hörte zwar damit nicht aber ich nahm den Kommunikator trotzdem mit.

8. Ein neues Hindernis

3 Tage später fand ich etwas auf einer anderen Frequenz. „Kidman? Bist du da?“, kam es aus dem Kommunikator. „Immer.“, antwortete wahrscheinlich Kidman. „Du hättest mir nichts von Lily erzählt, wenn deine blöde Maschine nicht ausgefallen wäre. Ich hätte den Rest meines Lebens um sie getrauert und dir wäre es egal gewesen!“, rief die andere Person. „Wäre es nicht, aber ich konnte nichts sagen.“, sagte Kidman, „Sie hätten mich umgebracht.“ „Ich weiß nicht ob ich dir glauben kann.“; meinte die andere Person. „Warum sollte ich darüber lügen?“, fragte Kidman. „Manipulation, damit ich mich wie ein braver kleiner Soldat benehme.“, vermutete er, „Du hast mich schon mal angelogen. Unsere ganze Freundschaft war eine Lüge.“ „Okay. Ich verstehe, dass du das denkst.“, meinte Kidman. „Du wirst mich erst verstehen, wenn auch du deine Familie verlierst.“, sagte er. „Ich hatte nie eine Familie.“, wand Kidman ein, „Nur zwei Menschen, die mich in die Welt gesetzt haben und wie eine Bürde behandelt haben, statt einer Tochter.“ „Es ist besser geliebt zu haben und dann seine Liebe verloren zu haben? Willst du das damit sagen?“, fragte der andere, „Punkt für dich.“ Dann kam nur noch Knistern. Ich legte das Gerät weg und ging zu Stefano. „Ich glaube wir haben ein Problem.“; sagte ich. „Was meinst du?“; fragte er. „Sie haben vermutlich noch einen auf uns angesetzt.“, erklärte ich. „Dann müssen wir ihn finden.“, meinte Stefano. „Ok. Dann los.“, sagte ich. Wir machten uns auf den Weg. Wir machten uns auf den Weg ins Mark. „Wieso suchen wir hier?“, fragte ich. „Hier verstecken sich diese Mobius-Feiglinge.“, erklärte er. Da entdeckte Stefano jemanden. Er rannte weg. Stefano machte eine kleine Handbewegung. Plötzlich waren wir in einem riesengroßen Hotel. Der Mann rannte panisch weg. Stefano ging ruhig hinterher und teleportierte sich hin und wieder. Ich folgte den beiden. In der obersten Etage holte Stefano ihn ein. Der Mann stolperte zurück und Stefano kam mit seinem Messer auf ihn zu. Da entdeckte ich noch jemanden. Er versteckte sich hinter einer Couch. Stefano schlitzte den Mann auf und hielt den Augenblick fest. Da warf der, der sich versteckt hatte ein Bild um. „Was war das?“, fragte Stefano und sah sich um. Der Mann versteckte sich. Stefano ging in seine Nähe und ich folgte ihm. Da wir aber niemanden fanden, verließen wir stumm den Raum. Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl. „Da war jemand. Das weiß ich!“, murmelte Stefano. Wir gingen zu seinem „Kunstwerk“. „Das ist einfach nur krank.“, meinte ich. „Ich nenne es die Wiedergeburt.“, sagte Stefano und ging zum Fahrstuhl. Ich folgte ihm. Wir fuhren nach unten. „Wenn wirklich jemand da war, wird er sicher hier aufkreuzen.“, vermutete Stefano. „Ich glaube nicht das da jemand war.“, log ich. Wir liefen im Keller herum. Da kamen wir in einen großen Raum, in dem hingen haufenweise Menschen mit Tüchern abgedeckt waren. Mir fehlten die Worte. Stefano montierte eine Kamera. Da hörten wir Schritte und versteckten uns in einem Nebenraum. Kurze Zeit später wurde die Tür geöffnete, von dem Mann der sich hinter der Couch versteckt hatte. Stefano machte sofort ein Foto von ihm und er verschwand. „Wo ist er hin?“, fragte ich. „Zurück im Mark.“, erklärte Stefano. „Wie ist das möglich?“, fragte ich. „Das hier ist nicht echt. Alles nur eine Illusion.“, erklärte Stefano und ließ mit einer Handbewegung das Hotel verschwinden. Wir waren wieder im Mark. Da hörten wir ein Lachen, es klang nicht menschlich. Plötzlich rannte ein Monster mit einer Kreissäge als Hand an uns vorbei. Wir hörten irgendwas in den Lüftungsschächten. Stefano fand ein Messer. „Das könnten wir vielleicht noch gebrauchen.“; meinte er. „Wir sollten hier weg, ich glaub es kommt zurück.“; vermutete ich. Wir gingen einen Gang entlang. Da hörten wir komische Geräusche aus einem Raum und Stefano öffnete die Tür dahin. Dort war das Monster und verfolgte den Mann von vorher. Bevor ich es verhindern konnte, warf Stefano das Messer nach ihm und traf. Er stürzte und wurde vom Monster attackieren. „Den wären wir fürs erste los.“; meinte Stefano. Plötzlich schrie das Monster auf und der Mann kam auf uns zu gehumpelt. Stefano zückte seine Kamera und drückte ab, aber der Mann verschwand. „Den werden wir wohl doch nicht so einfach los.“, stellte ich fest. Wir wollten zurück zum Theater, doch da brachen Theater und Rathaus von unserem Teil ab.

9. Komische Signale

Viele Stunden später konnte ich Geräusche empfangen, die wie Lily klangen. Ich nahm mein Kommunikator und machte mich auf die Suche nach dem Auslöser des Geräusches. Es führte mich in eine Fabrik. Überall lagen tote Zombies. Jemand war schon vorher hier gewesen oder war noch hier. Ich schlich in die Fabrikhalle. Weiter oben sah ich wieder den Mann herum laufen. Ich lief ihm hinterher. Er ging in den Raum, in dem wir Lily gefunden hatten. Der Mann sah sich um. „Eine Puppe.“, erkannte er und hob sie auf. „Aber wo ist Lily?“, fragte er sich. Plötzlich bewegte er sich nicht mehr und starrte nur ins Nichts. Ich wagte es nicht mich ihm zu nähern. Da bewegte er sich wieder. „Das ist er! Der Mörder mit der Kamera!“, rief er wütend, „Und der Mistkerl hat mein kleines Mädchen. Ich war fast bei ihr! Verdammt!“ Billy sah mich mitleidig an. „Beruhige dich. Denk nach. Du musst sie retten…“, sagte er und steckte die Puppe weg. Er ging in Richtung Tür. Ich lief weg. Als ich unten war empfing ich etwas. „O´Neal? Sebastian hier. Können sie mich hören?“; fragte der Mann. „Sebastian…sie?…sie nicht…“, kam es von O´Neal. Dann brach der Kontakt ab. Ich ging in Richtung Ausgang. Da entdeckte ich Stefano, der durch die Halle lief. Sebastian schlich sich an. Ich lauerte ihm auf und machte ein Foto. Er verschwand. Stefano ging weiter ohne es zu bemerken. Ich lief schnell weiter und wollte Stefano einholen. Plötzlich stand Sebastian vor mir. Ich bewegte mich nicht. Da entdeckte Sebastian Stefano. „Da bist du ja…!“, flüsterte er, „Aber wo ist Lilli?“ Er zog eine Pistole und zielte auf Stefano. „Er darf nicht nochmal entkommen.“, murmelte er. Da teleportierte sich Stefano. Er ging zum Ausgang. Sebastian folgte ihm. Ich schlich hinterher. Stefano stand auf einem Lastwagen. „Hey! Sie da! Das Mädchen…wo ist es?“, rief Sebastian wütend. Stefano drehte sich um und teleportierte sich weg. „Du würdest es nicht verstehen.“, sagte ich. Sebastian drehte sich ruckartig um und zielte mit seiner Pistole auf mich. „Wer bist du?“, fragte er. „Ich werde auf sie aufpassen, versprochen.“, sagte ich. „Wo ist Lily?!“; rief er. „Sie ist sicher.“, antwortete ich, „Ich werde nicht zulassen, dass ihr etwas passiert.“ „Sag mir doch einfach, wo sie ist.“, bat Sebastian. „Das kann ich nicht.“, meinte ich, „Ich wollte nur dass du weißt, dass du dir keine Sorgen machen musst.“ „Ich verstehe nicht was du für ein Problem hast, aber du bringst mich jetzt sofort zu Lily!“, rief Sebastian sauer. „Das kann ich nicht.“, wiederholte ich. Daraufhin schoss er auf mich. Ich teleportierte mich zur Seite. „Denkst du echt es wäre so einfach?“, fragte ich und ging nach draußen. „Bleib hier, du Psycho!“, rief Sebastian. Plötzlich leuchtete das Kameraauge am Himmel auf. Es leuchtete auf den Boden. An der Stelle kamen Zombies aus dem Boden. Ich teleportierte mich aus der Sicht und rannte dann weg. Etwas später empfing ich ein neues Signal. Es war Stefano. Ich machte mich langsam auf den Weg zu ihm hin. Ich schlich die Treppe nach unten, wo Stefano den Mobius Agenten erschossen hatte. Vor der Tür stand Stefano und wartete auf etwas. Plötzlich ging die Tür auf. Stefano drückte ab. Sebastian verschwand von der Bildfläche. Wir verschanzten uns fürs erste im Rathaus, auch wenn ich dagegen war.