44. Aufgeflogen

Ein paar Stunden später hörte ich einen Knall. Ich stürmte aus meinem Büro. Das Tor war aufgesprengt worden. „Keine falsche Bewegung!“, rief jemand. Aus dem Rauch kamen Polizisten. Ich lief in mein Büro und drückte den Alarmknopf. Überall sprangen Sirenen an. Panisch rannte ich zum Labor. „Taylor, holen Sie Walker und bringen Sie ihn und Viktoriano hier raus! Ihr müsst zur nächsten Basis!“, rief ich. Taylor und Ruvik nickten schnell. Ich lief weiter zum Hochsicherheitstrakt und ließ Sebastian, Lily, Myra, Kidman und Joseph frei. „Ihr müsst hier weg! Sofort!“, rief ich. Sie liefen an mir vorbei. Aus den anderen Zellen hörte ich klopfen gegen die Türen, Husten und qualvolle Schreie. Ich lief weiter in Richtung Hinterausgang. Die Gänge waren schon wie leer gefegt. Der Hinterausgang war versperrt. „Keine Bewegung.“, sagte einer der Polizisten und hielt mir eine Pistole an den Kopf. Ich rührte mich nicht. „Los, nach draußen.“; befahl er und stieß mich in Richtung Tür. In der Ferne konnte ich ein paar Agenten rennen sehen und am Himmel flogen Helikopter davon. Die Polizisten versuchten so viele wie möglich einzufangen, doch sie töteten auch manche. Da kam Frau Harrison auf mich zu. „Ist er das?“, fragte der Polizist. Ich sah zu Boden. „Ja.“, sagte sie. „Wer ist für all das hier verantwortlich?“, forschte der Polizist nach. „Ich werde nichts sagen.“, meinte ich. „Wo ist Vincent?“, wollte sie wissen. „Ich werde nichts sagen.“, sagte ich. „Wo ist mein Mann?“, fragte sie. „Ich sage nichts.“, meinte ich. „Wieso wollen Sie es uns nicht sagen?!“, rief sie aufgebracht. „Es ist gegen die Vorschrift.“, erklärte ich. „Sie kommen jetzt mit aufs Revier.“, sagte der Polizist und schob mich in Richtung eines Polizeiautos. Da knallte ein Schuss. Der Polizist fiel zu Boden. Ich ergriff die Chance und rannte davon. Hinter mir knallten weitere Schüsse. Ich rannte weiter und versteckte mich hinter einem Haus. Da entdeckte ich Lisa. Ich zog meine Pistole und erschoss die Polizisten um sie herum. Lisa entdeckte mich und lief zu mir. Ich holte meinen Kommunikator raus. „Charles, sei vernünftig. Wir können entkommen. Wir müssen nicht zu Mobius zurück.“, sagte sie, „Mit Mobius haben wir nur Probleme.“ „Aber was ist mit den Anderen?“, fragte ich. „Die werden schon ohne dich klar kommen. Jede Basis ist gleich aufgebaut, es gibt die selben Probleme und bald werden sie auch dort nicht mehr sicher sein.“, sagte sie. „Du hast Recht.“, meinte ich. Sie nahm meine Hand. „Wir können ein neues Leben anfangen. Nur wir zwei.“, sagte sie lächelnd und küsste mich. „Wir sollten jetzt erst mal hier weg.“, meinte sie. Ich nickte und wir liefen weg. So weit unsere Beine uns tragen konnten.

Im Staat New York kaufte ich uns ein Haus. Wir tauchten unter und fingen ein vollkommen neues Leben an.

10 Jahre später waren wir sehr erfolgreich und hatten zwei Kinder. Chris und Lucy. Wir lebten dort glücklich und zufrieden und hörten nie wieder irgendetwas von Mobius, doch ich vermutete das irgendjemand, irgendwann etwas über unsere Vergangenheit herausfinden wird.

ENDE

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