38. Dritter Tag

Am nächsten Tag hat sich die Pizzeria wieder verändert. Es gibt einen Bällebad mit Turm, einen Turm aus Leitern, einen Automaten zum Basketball spielen, Raketen, einen Limonaden Clown, Fruchtclown, eine Jukebox, Krankenstation und Sicherheitstüren. Auf der Bühne stehen statt 5 Animatronics nur 4, Rockstar Freddy, Rockstar Chica, Rockstar Bonnie, Rockstar Foxy. „Hey, Vincent!“, begrüßt mich Phil. „Woher sind diese ganzen Sachen?“, frage ich. „Unser Vater hat sie uns geschenkt.“, meint James lächelnd. „Wo ist Lefty?“, forsche ich nach. „Klar….“, fängt Phil an, doch wird von seinem Bruder unterbrochen. „Du sollst es niemandem verraten!“, faucht er. „Ihr wisst also auch von Klarisa.“, sage ich lächelnd, „Das ist doch alles albern.“ Die Beiden sehen mich verwirrt an. Ich wende mich ab und gehe in mein Büro, doch bevor ich meinen Computer starten kann, höre ich Lachen aus dem rechten und scheppern aus dem linken Schacht. Ich verstecke mich. „Klopf! Klopf! Ich bin hiiiiiiier!“, höre ich Molten Freddy kichern. „Wo ist er?“, knurrt Scraptrap. „Iiiiiich weeeeerde iiihn fiiiiinden.“, anwortete Molten Freddy gedehnt. Scraptrap wandert durch den Raum. „Sei still! Sonst kann ich ihn nicht hören.“, knurrt Scraptrap. „Er ist zu leise. Du kaaaaaanst ihn niiicht hören.“,murmelt Molten Freddy langsam. „Alle Nachtwächter atmen, also werde ich ihn finden!“, faucht er. „Iiiich weeeerde seheeen, ob hiiiier noch andereee sind.“, meint Molten Freddy und klettert durch den Lüftungsschacht. Ich bleibe ruhig sitzen, bis auch Scraptrap verschwindet. Erst dann starte ich meinen Computer und beobachte, wie sich die beiden von mir entfernen. Ich lenke sie mit einem Geräusch ab und fange an meine Aufgaben zu erfüllen. Da sehe ich wie sich mir jemand nähert, doch ich drucke weiter. „Ich komme immer zurück.“, knurrt Scraptrap im Lüftungsschacht. Ich logge mich aus und schalte den Computer ab. Plötzlich packt mich eine Hand und schlägt meinen Kopf auf den Tisch. Ich umklammere die Hand und ziehe Scraptrap aus dem Lüftungsschacht und schleudere ihn gegen die Wand. Er richtet sich langsam auf. „Das war einfacher als ich dachte.“, meint er amüsiert und starrt mich grinsend an, doch sein Grinsen verschwindet. „Wieso atmest du nicht?“, fragt er irritiert. Ich packe Springtrap und schleudere ihn gegen die rechte Wand. Er bleibt sitzen und sieht mich ängstlich an. Ich verlasse den Raum, ohne mich noch ein mal umzusehen. Draußen entdecke ich ScrapBaby. Sie sitzt zwischen leeren Kisten. Ich bringe sie nach drinnen und starte die Kassette. „Vor dir ist ein Animatronic, der in der Gasse gefunden wurde. Wir wissen nicht woher er kommt. Es ist dein Job, die Wartungscheckliste zu vervollständigen, bevor sie mit der Bergung fortfahren. Sie können es auch, wenn sie wollen, zurück in die Gasse werfen, in der sie es gefunden haben, doch dann wird die Zahlung verfallen. Bitte entscheiden Sie sich jetzt.“, sagt er, „Sie haben sich entschieden, mit der Wartungschecklist fortzufahren. Denken Sie daran, den vom Unternehmen ausgestellten Taser zu benutzen, um die Animatronics in einen neutralen Zustand zurückzusetzen, wenn Sie das Gefühl haben, dass er instabil oder aggressiv wird. Sie können den Taser nur 3 mal benutzen, bevor es den Animatronic zu stark beschädigt und seinen Wert verringert. Das Audio beginnt in 3, 2, 1.“ Das Geräusch hört sich wie eine metallisches Kreischen an. „Dokumentieren Sie die Ergebnisse.“, sagt die Aufnahme. Ich kreuze Nein an. ScrapBaby hat sich nicht bewegt. „Audio beginnt in 3, 2, 1.“, verkündet der Kassettenspieler. Das Geräusch ist diesmal ein verzerrtes Quietschen. „Dokumentieren Sie die Ergebnisse.“, sagt die Aufnahme. Ich kreuze Nein an und sehe zu Baby, die immer noch gleich da sitzt. „Audio beginnt in 3, 2, 1.“, sagt der Kassettenspieler. Ein lautes Maschinengeräusch ertönt. „Dokumentieren Sie die Ergebnisse.“, sagt die Aufnahme. Ich kreuze nein an, doch als ich aufsehe sieht mich ScrapBaby grinsend an. Sicherheitshalber benutze ich meinen Taser. Das Licht flackert und sie sitzt wieder so da wie zuvor.„Audio beginnt in 3, 2, 1.“, verkündet die Stimme und ein Rattern ertönt. „Dokumentieren Sie die Ergebnisse.“, sagt die Aufnahme. Ich kreuze nein an. „Sie haben die Wartungscheckliste vervollständigt und dürfen mit der Bergung fortfahren. Gut gemacht. Tape Ende.“, verabschiedet sich der Kassettenspieler. Ich lege den Zettel in eine Schublade und will den Raum verlasse den Raum, doch als ich ein Kratzen höre, bleibe ich stehen. ScrapBaby flüstert: „Du weißt nicht, wer dein Angestellter ist, oder?“ Ich sehe irritiert in die Dunkelheit. Da tippt mich jemand an. Ich wirbel erschrocken herum und schließe die Tür. „Ist alles ok bei Ihnen?“, fragt Henry, der vor mir steht. „Ja. Es ist nichts.“, antworte ich schnell. „Was ist in dem Raum?“, fragt er weiter und schiebt mich zur Seite. Ich rühre mich nicht. Er öffnet die Tür, schaltet das Licht an und der Raum ist leer. Irritiert sehe ich an ihm vorbei. Henry schaltet das Licht aus und schließt die Tür. „Na, gut.“, meint er verwirrt, „Sie erinnern sich ja sicher noch daran, dass wir Williams Animatronics gefangen haben, oder?“ Ich nicke. „Zwei der Lastwagen sind leer.“, sagt er. „Was meinen Sie damit?“, frage ich, wohl wissend, was er meinte. „Vier Animatronics sind frei.“, erklärt Henry, „Wenn Sie einen….oder alle finden. Bringen Sie ihn mir…bitte.“ „Das werde ich.“, lüge ich. Er nickt und wendet sich ab. Da sieht er noch einmal zurück. „Noch etwas. Lolbit konnte nicht gefunden werden.“, sagt er, „Aber viel wichtiger ist, das er Ennard befreit hat.“ Henry geht den Gang weiter. Ich währenddessen gehe auf dem schnellsten Weg nach Hause.

„Und wen hast du heute gefunden?“, lacht Lolbit, der vor dem Fernseher sitzt. „ScrapBaby.“, antworte ich schnell. „Was ist los?“, fragt Lolbit besorgt. „Henry sucht nach uns.“, sage ich. „Warum machst du dir darüber Sorgen?“, forscht er weiter nach. „Er weiß irgendwas. Er weiß sicher von Klarisa.“, murmle ich. „Beruhig dich. Morgen werden wir weiter sehen. Bis du keinen handfesten Beweis hast, dass er uns gefährlich wird, solltest du dir keine Sorgen machen.“, meint er aufmunternd. Ich nicke und setzte mich neben ihn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.