35. Tarnung

Als ich wieder aufwache, sitze ich meinem Bärenkörper gegenüber. Noch immer habe ich große Bärenpranken. „Was hast du getan?“, frage ich unsicher. „Yendos Festplatte wurde zerstört und seine künstliche Intelligenz ging verloren, wir konnten ihn reparieren, doch leider nicht seine Dateien wiederherstellen.“, erklärt Lolbit. Ich stehe auf, doch bevor ich etwas sagen kann, fängt Lolbits Computer an zu piepen. „Was heißt das?“, frage ich. „Jemand benutzt den Fahrstuhl.“, antwortet er, „Wir sollten uns verstecken. Ich werde mal die Kameras checken.“ Er läuft in Richtung Private Room. In der Ferne höre ich Stimmen. „Wir sollten uns verstecken.“, meine ich. Alle nicken und teilen sich auf. Ich schleiche mich in einen Raum, wo Williams Körper liegt. Er war komplett zerstört. Da kommt jemand herein. Meine Augen hören sofort auf zu leuchten. Der Mann tastet sich blind durch den dunklen Raum. Ich gebe ein leises Quietschgeräusch von mir. Er sieht sich um und bewegt sich langsam in meine Richtung. Stück für Stück locke ich ihn in den Scooping Room. Hin und wieder fragt er ob hier jemand wäre, doch ich ignoriere ihn größtenteils. Durch eine Lücke im Schutzglas komme ich in den zweiten Teil. Ich stelle den Scooper ein, während der Mann herumwandert. „Ist hier jemand?“, fragt er und läuft gegen den Scooper. „Was ist das?“, fragt er. „Das ist der Scooper.“, antworte ich ruhig. „Wer sind Sie?“, forscht er nach. „Mein Name ist William.“, lüge ich, „Wer sind Sie?“ „Mein Name ist Vincent.“, antwortet er. Der Scooper fängt an zu piepen. „Was ist hier los? Was tun Sie?“, ruft er ängstlich. „Machen Sie sich keine Sorgen, Vincent. Es wird nur einen Moment weh tun.“, sage ich. „Lassen Sie mich hier raus!“, brüllt er, „Hilfe!“ „Dieser Raum ist Schalldicht. Keiner hört sie schreien.“, meine ich. Ein rotes Blinklicht leuchtet. „Was bist du?!“, ruft Vincent erschrocken. „Ich…“, fange ich an. „Du bist ein Animatronic von William Afton!“, bemerkt er, „Was hast du mit ihm gemacht?!“ „Das was dir jetzt auch passieren wird.“, meinte ich. Der Scooper schleudert Vincent fasst durch den ganzen Raum und schaltet sich ab. Ich gehe zu Vincent. „Sie sind wirklich schwach.“, sage ich enttäuscht. Vincent sieht ängstlich in meine Richtung. „Ihr Menschen seid so leicht auszutricksen.“, meine ich. Langsam kippt er zur Seite und bleibt reglos liegen. Ich entferne Knochen und Organe aus ihm und mache ihn haltbar. Als Vincent verlasse ich den Scooping Room und schließe ab. „Haben Sie etwas gefunden, Mr. Baker?“, fragt jemand. Neben mir steht ein Mann. Ich schüttle den Kopf. „Suchen Sie weiter.“, meint er und geht weg. Ich verschwinde im Private Room. Im Lüftungsschacht höre ich ein leises Scheppern. „Lolbit?“, frage ich. „Was willst du?“, fragt er ängstlich. „Kannst du bitte meine Stimme an Vincent anpassen?“, frage ich ihn. „Na gut. Hast du eine Aufnahme von ihm?“, sagt er und stupst ein Kabel aus dem Lüftungsschacht. Ich stecke mich an. „Es sollte jetzt klappen.“, meint Lolbit. „Danke.“, sage ich und stecke mich ab. Sofort zieht Lolbit das Kabel zurück. Die Tür geht auf. „Vincent, Sie sollen zu Mr. Smith kommen.“, befiehlt er, „Was ist den hier passiert?“ Geschockt sieht er den verrotteten Mike an. Ohne ihn zu beachten verlasse ich den Raum und gehe auf die Suche nach Smith. Überall laufen Menschen herum. „Mr. Smith, wir haben sie gefunden!“, ruft jemand. In der Ferne sehe ich Henry laufen. Ich folge ihm. Ein anderer steht neben Ballora. Sie scheint abgeschaltet zu sein, denn sie bewegt sich nicht. „Ist sie noch gefährlich?“, fragt Henry. „Ich habe sie heruntergefahren. Wir können sie jetzt wegbringen.“, meint der Mann. „Bringen Sie sie in Transporter B, Perez.“, befiehlt Henry. Woraufhin Perez Ballora auf einen Wagen lädt und in Richtung Fahrstuhl bringt. Erst jetzt beachtet Henry mich. „Bisher haben wir ja fast alle Animatronics gefunden. Suchen Sie zusammen mit Hunter die Animatronics Lefty und Baby.“, sagt er und wendet sich ab. Ich lasse meinen Blick über die Männer schweifen. Da kommt mir einer entgegen. „Kommen Sie, Baker.“, sagt er und geht zu Babys Auditorium. „Da ist einer!“, ruft Hunter und läuft durch die Dunkelheit. In der Hand hält er den zappelnden Bidybab. Gegen sein Bein hämmert Electrobab. Ich hebe ihn hoch, woraufhin er mich irritiert ansieht. Hunter fummelt an Bidybabs Kopf herum, bis er sich nicht mehr rührt und stopft den Kleinen in einen Rucksack. Electrobab verpasst mir einen Elektroschock. Meine Hand fängt an zu zucken und lässt los. Sofort fängt Hunter ihn wieder ein. Funken fliegen und Hunter fällt bewusstlos um. Ich packe Electrobab und deaktiviere ihn. Da packt mich jemand und schleudert mich gegen die Wand. Ich richte mich wieder auf. Baby steht am anderen Ende des Raums und sammelt Bidybab und Elektrobab. Plötzlich hören Babys Augen auf zu leuchten und sie bleibt stehen. Hunter setzt sich auf und nimmt Baby Bidybab und Elektrobab ab. Ich komme näher. Henry schiebt Baby zur Seite. „Gute Arbeit.“, lobt er uns, „Perez wird sich nun um Baby kümmern.“ „Kommen Sie, Baker. Suchen wir weiter.“, meint er und taumelt an uns vorbei. „Geht es Ihnen gut?“, fragt Henry. „Ja.“, antwortet Hunter. Ich folge ihm. Irgendetwas scheppert hinter der Wand. Henry und Hunter fangen an die Wand abzutasten. „Helfen Sie hier mal, Baker.“, sagt Henry. Ich taste die Wand ab, bis ich eine Lücke entdecke. Ich drücke dagegen, woraufhin es sich leicht bewegt. „Lassen Sie mich mal.“, meint Henry und wirft sich gegen die Tür, doch nichts geschieht. Ich schlage gegen die Tür, woraufhin sie aus den Angeln bricht und einen Gang freigibt. „Was ist das?“, fragt Hunter. Ich schleiche durch den Gang, er endet in einer Pizzeria. „Das ist meine erste Pizzeria.“, erkennt Henry überrascht und sieht sich um. Auf der Bühne stehen zwei Animatronics. Die Tür der Pizzeria fällt zu. Hunter und ich laufen hin und schauen raus. Draußen ist ein unterirdischer Parkplatz, von dem ein Weg wegführt. Am Weg stehen Puppen, die wie Menschen aussehen. Irritiert gehe ich weiter. Auch auf dem Spielplatz stehen Puppen, doch das nächste Haus kommt mir sehr bekannt vor. Es ist Williams Haus. Ich laufe zum Eingang, als mich plötzlich etwas anspringt und sich in meinen Hals bohrt. Es ist Springtrap. Ich rühre mich nicht und er lässt von mir ab. Hunter wirft ihn zu Boden und versucht ihn zu deaktivieren, doch dieser schleudert ihn ohne Probleme ab. „Man kann ihn nicht abschalten.“, erkläre ich kurz. Da kommt Henry den Weg entlang. Springtrap bleibt stehen und rührt sich nicht. „Springtrap?“, wundert sich Henry. „Chef?“, flüstert Springtrap kaum hörbar. Dann schüttelt er sich und rennt auf Henry zu, der etwas aus seiner Jacke kramt. Er zieht eine Fernbedienung aus der Tasche, drückt den Knopf und Springtrap fällt um. „Das war knapp.“, seufzt Hunter, während Henry noch geschockt und irritiert Springtrap anstarrt. „Wir sollten ihn von hier wegbringen.“, schlage ich vor. Henry nickt nur, während ich Springtrap hochhebe und zu Perez trage. Hunter folgt mir. „Jetzt müssen wir nur noch Lefty finden.“, freut er sich. Perez bringt Springtrap zum Transporter. Wir gehen zum Private Room. Irgendjemand hat Mike entfernt. Ich gehe zu den Nigthmare Animatronics. Aus dem Lüftungsschacht leuchten die Augen von Lolbit, doch Hunter scheint es nicht zu bemerken. Auf dem Gang kommt uns ein Mann entgegen gelaufen. „Hey, Winter. Was ist denn los?“, fragt Hunter. „Da hinten sind viele Animatronics! Das muss ich Perez berichten!“, ruft er aufgeregt und rennt weiter. „Perez ist bei den Transportern!“, rufe ich ihm hinterher. „Danke!“, antwortet er. Im Gang stehen noch immer alle Nightmares. Hunter bleibt beeindruckt stehen. Hier scheint das Wasser keinen Schaden verursacht zu haben. In der Ferne höre ich Schritte. Lefty stampft um die Ecke. Irritiert sehe ich ihn an. „Daddy?“, flüstert er. Hunter reagiert nicht. Der Bär kommt näher, doch Hunter weicht zurück. „Daddy, ich bin es Klarisa.“, sagt Lefty. „Wie kann das sein?“, fragt Hunter und kommt näher. „Das kann nicht sein.“, murmel ich. „Ich bin tot. William hat mich umgebracht und ich war in Puppet gefangen. Viele wurden von ihm ermordet. Ich habe ihnen neue Leben geschenkt, in den Animatronics. Jetzt ist er tot.“, erzählt Lefty. „Das macht doch alles keinen Sinn.“, lüge ich. Da kommt Perez angelaufen und schaltet Lefty ab. „Nein!“, ruft Hunter. „Wir kümmern uns darum.“, meint Perez. „Sie verstehen nicht.“, sagt Hunter verzweifelt. Da kommt Henry. „Gut Arbeit, Leute. Ihr könnt jetzt nach Hause gehen. Um die Animatronics, werde ich mich kümmern.“, sagt er. „Sie verstehen etwas nicht.“, bemerkt Hunter. „Wir können gleich darüber reden.“, meint Henry. Ich wende mich ab und gehe zurück. Mit dem Fahrstuhl fahre ich nach oben. Auf der Straße stehen 4 Lastwagen. Ich öffne den ersten Lastwagen. Springtrap und Lefty liegen darin. Ich aktiviere beide und schließe den Lastwagen. Schon höre ich wie sie versuchen auszubrechen. Im nächsten Lastwagen sind Baby und Funtime Freddy. Baby wirft mich sofort aus dem Lastwagen und läuft davon. Die vier laufen in alle Himmelsrichtungen. Die anderen Lastwagen fahren los. Ich gehe zu Williams Haus. Es sieht noch genauso aus wie früher. „Wusste ich doch das du hier her kommst.“, höre ich jemanden. Auf meinem Sofa sitzt Lolbit. „Was machst du denn hier?“, frage ich. „Verstecken, was sonst?“, meint er, „Du hast die anderen einfach zurückgelassen.“ „Ich habe versucht sie zu retten.“, sage ich. „Super, jetzt wandeln sie durch die Stadt.“, mault Lolbit. „Sie werde zurück kommen.“, meine ich sicher, „Und ich werde da sein.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.