8. Sind sie gefährlich, oder nicht?

In Nacht 2 kam William zurück. Lolbit spielte wieder das Spielchen mit der Stimme. Alles lief genauso wie letztes mal. Ich saß mit Bidybab und Electrobab im Lüftungsschacht. William kletterte zu Baby und wir folgten ihm. „Oh, Circus Baby, wir sind nicht hier um Verstecken zu spielen. Lass uns Baby mit einem kontrollierten Schock aus ihrem Versteck locken.“, meinte HandUnit. William drückte den Knopf, doch nichts geschah. „Es scheint eine Stromstörung zu geben, die uns die Fähigkeit Baby zu motivieren nimmt. Bitte warte kurz, während ich das System neustarte. Ich werde während diesem Prozess kurz offline sein. Verschiedene andere Systeme können auch offline sein. Wie Sicherheitstüren, Schachtverriegelung und Sauerstoffzufuhr.“, erklärte HandUnit, „Beginne Systemneustart.“Das Licht ging aus und der Lüftungsschacht ging auf. „Gut. Das dürfte ja nicht all zu lange dauern.“, meinte William. „Ich kenne dich nicht. Du musst neu hier sein. Ich erinnere mich an dieses Szenario.“, erzählte Baby. „Wie kannst du mich nicht kennen. Ich habe dich gebaut… Seid wann kannst du wieder sprechen?“, fragte William. „Es ist seltsam so etwas tun zu wollen… hierher zu kommen. Ich bin immer daran interessiert zu hören, was eine Person dazu bringt freiwillig seine Nächte an einem Ort wie diesen zu verbringen. Vielleicht Neugier? Vielleicht Ignoranz.“, erzählte Baby. „Vielleicht Schuldgefühle?“, sagte William. „Achtung sie kommen! Versteck dich! Es gibt eine leere Stelle unter dem Tisch. Jemand vor Dir hat dort ein Versteck eingebaut und es hat geklappt. Ich rate Dir, Dich zu beeilen. Du wirst dort sicher sein, versuch einfach, keinen Augenkontakt aufzubauen und es wird bald vorbei sein. Sie werden das Interesse verlieren.“, half Baby ihm. William versteckte sich unter dem Tisch. Bidybab und Electrobab liefen hinein und versuchten ihn unter dem Tisch heraus zu bekommen. Nach einiger Zeit kamen Bidybab und Electrobab zurück und wir verschwanden durch den Lüftungsschacht, zurück zu Baby. „Wenn dein Guide wieder online kommt, wird er Dir sagen, dass er erfolglos war, und dass du das System manuell neu starten musst. Er wird dir sagen, dass du so schnell wie möglich durch die Ballora Gallerie kriechen musst, um den Elektronikraum zu erreichen. Wenn du seinen Anweisungen folgst, wirst du sterben. Ballora wird nicht länger zu ihrer Bühne zurückkehren. Sie wird dich fangen. Wenn du durch die Ballora Gallerie kriechst, sei langsam. Sie kann dich nicht sehen, nur auf deine Bewegungen hören. Wenn du hörst wie ihre Musik lauter wird, dann kommt sie näher und lauscht nach dir. Halt an und sei leise.“, erklärte Baby ihm. „Ballora ist nicht gefährlich, oder?“, fragte William unsicher. „Danke für deine Geduld. Es scheint, dass das Stromsystem nicht automatisch wiederhergestellt werden kann. Du musst das Stromnetz manuell wiederherstellen. Bitte kehre zum primären Kontrollmodul zurück.“, verkündete HandUnit. William krabbelte zurück. Ich folgte ihm durch einen anderen Schacht. „Du musst nun durch die Ballora Galerie klettern, indem du den Schacht zu deiner linken verwendest, um den Schaltraum zu erreichen. Es wird vorgeschlagen nahe am Boden zu bleiben und so schnell wie möglich die andere Seite zu erreichen, um Ballora nicht zu stören. Ich werde mich selbst kurz deaktivieren, um keine akustischen Störungen zu kreieren. Deaktivierung.“, sagte Hand Unit. „Baby hatte recht mit ihren Vorhersagen. Mal sehen, ob sie bei Ballora auch recht behält.“, sagte William und kletterte durch den Lüftungsschacht zur Ballora Galerie. Ich folgte ihm in der Dunkelheit. Er krabbelte vorsichtig am Boden entlang. Plötzlich kam Ballora auf ihn zu. William blieb ganz ruhig und wartete bis er sie nicht mehr hören konnte und krabbelte weiter. „Es scheint, dass du ziemlich lang brauchst. Bitte geh so schnell und so leise wie möglich weiter.“, sagte HandUnit. William erschreckte sich kurz, krabbelte dann aber weiter. William öffnete die Tür zum Breaker Room und ging hinein. Ich blieb davor sitzen und wartete bis er zurück kam. „Gute Arbeit, Ballora.“, lobte ich sie. „Hoffen wir nur Bon Bon und Funtime Freddy kriegen das hin.“, erwiderte Ballora. „Die kriegen das sicher hin.“, meinte ich. Nach einiger Zeit kam William wieder raus und krabbelte wieder zurück. „Ist jemand da?“, fragte Ballora. „Ja, ich bin es William.“, sagte er. Sie reagierte nicht. Also krabbelte er weiter. „Ich kann jemanden durch den Raum schleichen hören.“, sagte Ballora. „Was ist wenn sie doch gefährlich ist?“, murmelte er und krabbelte weiter. „Vielleicht doch nicht…“, meinte Ballora. William ging dann nach Hause. Ich ging zu Mike. „Wieso habt ihr ihn nicht genauso ausgetrickst wie mich?“, fragte Mike. „Wir haben einen anderen Plan.“, erklärte ich. „William ist der an dem ihr euch rächen wollt, hab ich recht?“, fragte er. „Ja.“, antwortete ich. „Aber er hat euch gebaut.“, wand Mike ein. „Er ist auch Schuld daran, wie ich jetzt aussehe.“, sagte ich und nahm die Maske ab. „Ich versteh schon, dass du deshalb wütend auf ihn bist, aber du musst ihn ja nicht gleich umbringen. Er kann dich vielleicht reparieren.“, meinte er. Ich setzte meine Maske wieder auf. „Er würde mich niemals reparieren.“, sagte ich traurig, „Ich bin der Einzige, der sich gegen ihn zur Wehr setzten kann. Er hat manche von uns verstauben lassen, andere ersetzt oder neugestartete.“ „Und was habe ich damit zu tun?“, fragte Mike. „Du bist einfach nur ein Gefangener.“, sagte ich. „Vergiss nicht was du versprochen hast. Du lässt mich frei, wenn das hier vorbei ist.“, erinnerte er mich. „Ja.“, sagte ich.

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