15.1. – Das Freibad

Wir lagen alle faul im Wohnzimmer rum, ohne uns zu bewegen. „Mit 43° im Schatten, erwartet uns heute der heißeste Tag des Sommers.“, verkündete Toby, der im Fernsehen war. Stans Waxfigur fing schon an zuschmelzen, die Tapete rollte sich von der Wand und das Wasser im Aquarium kochte.

„Alle die dafür sind heute gar nichts zu machen sagen: Uah.“, meinte Dipper. Wir stimmten zu. Da kam Schwabbel angellaufen. „Ich werf dieses Schwein endgültig aus dem Haus.“, meckerte Stan. Schwabbel begann ihn ab zuschlecken. „Du hast gewusst das ich bluffe.“, bemerkte Stan. „Aber die gute Nachricht ist das heute unser neues Freibad eröffnet wird. Der Gravity Falls Pool.“, verkündete Toby. „Wir bekommen ein Freibad?“, fragte Mabel. „Heute?“, rief Dipper. „Zum frei baden?“, fragte Soos. „Schnell. Da müssen wir hin.“, rief Stan, doch blieb am Holzboden kleben. „Hey, Kinder. Helft ihr mir mal?“, sagte Stan. Mabel und Dipper holten zwei Pfannenwender raus und versuchten ihn vom Boden zu befreien. Schwimmbad wäre doch eigentlich gar nicht mal so schlecht. „Alles klar. Auf zum Freibad.“, freute sich Stan. An seinem Rücken klebte noch ein großer Teil des Bodens, doch trotzdem ging er raus. „Doch gebt gut Acht, damit ihr nicht Feuer fangt.“, warnte Toby uns. „Das wir nicht was?“, fragte Stan, öffnete die Tür und stand in Flammen. Schnell lief er ins Bad um das Feuer zu löschen. „Der wird schon wieder.“, meinte Mabel. Danach packten alle ihre Sachen und wir machten uns auf den Weg.

Beim Freibad angekommen gingen wir rein. „Ah. Das Freibad. Eine prickelnde Oase sommerlicher Verzauberung.“, meinte Mabel glücklich. „Ja, es gibt nichts besseres, als mit fremden in einer Wanne zu sitzen. Ist wie im Bus nur eben nass.“, murrte Stan. Plötzlich packte mich jemand am Nackenfell und trug mich raus, es war der Bademeister. Dann starrte er mich so lange an bis ich verschwand. Ich kletterte auf einen Baum und sprang von da auf die Toiletten des Freibads. Über den Zaun balancierte ich auf den Snackladen. Von dort konnte ich alles sehen. Mabel rannte gerade durch die Gegend, während die anderen noch fast genau da standen wie vorher. Auf dem Bademeister Stuhl neben mir saß Wendy, die Stan mit einer Wasserbombe abwarf. „Hallo, Mr. Pines.“, begrüßte sie ihn. „Wendy! Wo ist der Bademeister?“, fragte er sie. „Ich bin die Bademeisterin.“, erklärte sie ihm, „Ich hab hier das Sagen, Alter.“ Wendy warf wieder eine Wasserbombe nach ihm. „Nichts wie weg. Sonst werd ich noch nass.“, rief Stan und lief davon. Dipper, Soos, ich und Wendy lachten. „Du arbeitest hier?“, fragte Dipper. „Ja, als Bademeister muss ich an der Snackbar nicht bezahlen. Außerdem ist das hier der coolste Platz.“, erklärte sie. „Da hast du absolut recht.“, lachte er und Soos ging Stan hinterher. „Na, wollen wir noch mehr Wasserbomben auf Gronkel Stan werfen?“, fragte er. „Gern, aber muss heute noch ein paar Bewerber testen. Ich such nämlich noch nen Assistenten.“, erklärte sie. „Hey, das wär doch was für mich. Oder?“, schlug Dipper vor. „Das wäre ja der Oberknaller. Den Job hast du so gut wie in der Tasche. Ich klär das nur kurz mit meinem Boss, Mr. Poolcheck.“, sagte Wendy. „Deinem Boss?“, fragte Dipper. Wendy zeigte auf den der mich vorhin rausgeworfen hatte. Er machte gerade auf seinen Fingern Liegestütze. Plötzlich starrte er in meine Richtung. Ich sah instinktiv weg. Im Wasser bemerkte ich Mabel, die sich mit einem Jungen unterhielt. Dipper sah kurz zu Wendy und ging dann zu Poolcheck. Sie unterhielten sich kurz, dann bekam er eine Trillerpfeife und wurde von Poolcheck umarmt. Wo ist eigentlich Stanford? Ich sah mich suchend um. Dann entdeckte ich ihn mit Soos an der perfekten Liege. Als Stan sich hinsetzten wollte, klaute Gideon ihm den Platz. Stan hob Gideon hoch, doch Wendy pfiff mit ihrer Trillerpfeife und sperrte ihn in den Poolknast. Da kam Dipper zu ihr gelaufen. Sie unterhielten sich kurz und Wendy rannte los. Dipper lief hinter her, doch bremste schnell ab, als er Poolcheck bemerkte. Soos holte sich währenddessen einen Entenschwimmreifen. „Soos.“, sagte Wendy mit verstellte Stimme durch das Megafon hinter der Ecke. „Aufblasbarer Enterich? DU kannst reden?“, fragte Soos seinen Schwimmreifen. „Ja, Soos. Ich kann reden.“, stimmte Wendy zu. „Ach du meine Güte. Ihr seid in Wahrheit lebendig. Ich wusste es.“, freute er sich, während Wendy und Dipper ihn auslachten. „Mein Volk wurde versklavt, Soos. Du musst uns befreien.“, machte Dipper weiter. „Die aufblasbare Gummientenrevolution steht kurz bevor.“, sagte Soos und wollte alle Gummienten aus dem Netz holen. Da pfiff Poolcheck. „Das Freibad schließt!“, rief er, „Raus aus dem Wasser.“ Alle verließen das Freibad, außer Mabels Freund. Ich kletterte von der Snackbar und wartete am Ausgang auf die anderen.

Zurück in der Mystery Shack schauten wir noch ein wenig fern und gingen dann schlafen. Ich legte mich auf den Sessel und schlief ein.

Mitten in der Nacht wurde ich durch das Knarzen der Treppe geweckt. Ich hob meinen Kopf und sah in Richtung Treppe. Mabel kam runter und wollte nach draußen gehen. „Wo willst du mitten in der Nacht hin?“, fragte ich. „Ähh. Einen Spaziergang im Wald?“, log sie und versuchte ein Buch zu verstecken. „Du weißt, dass das gefährlich ist.“, meinte ich und sprang vom Sessel. „Wo willst du wirklich hin?“, fragte ich, „Und warum hast du ein Fotoalbum dabei?“ „Ähh, lesen… im Wald.“, log sie. „In Fotoalben gibt es so gut wie nichts zu lesen.“, stellte ich gelangweilt fest, „Sags mir doch. Du kannst mir vertrauen.“ „Gut, ich hab jemanden im Schwimmbad kennengelernt….“, fing sie an, „Sein Name ist Mermando.“ „Und wegen ihm willst du mitten in der Nacht raus?“, frage ich, „Du musst dort einbrechen, oder?“ „Was wo?“, fragte sie erschrocken. „Er kann doch das Wasser nicht verlassen.“, erinnerte ich sie. „Woher weißt du das?“, fragte sie. „Er hat das Schwimmbad nicht verlassen. Ganz einfach. Und ich glaube du weißt auch warum er es nicht verlassen kann.“, kombinierte ich. „Er ist ein Wassermann.“, sagte sie. „Hätte ich mir ja auch denken können.“, gab ich zu, „Du solltest aber das Golfkart nehmen. Nur zur Sicherheit, falls dir irgendwas begegnet.“ Sie nickte und lief nach draußen. Ich sprang wieder auf den Sessel und schlief weiter.

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