{"id":954,"date":"2024-05-07T09:04:52","date_gmt":"2024-05-07T09:04:52","guid":{"rendered":"https:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=954"},"modified":"2026-04-14T14:11:33","modified_gmt":"2026-04-14T14:11:33","slug":"kapitel-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=954","title":{"rendered":"1. Einfach weg"},"content":{"rendered":"\n<p><br>Der Park war noch nie so leer wie jetzt. Charles schlenderte \u00fcber die Kieswege, bis er vor einem Busch innehielt. Der Busch war auseinander gerissen worden, um die Sicht auf Emily freizumachen. Sie lag im Busch &#8211; teilweise bedeckt von Bl\u00e4ttern und \u00c4sten, als ob jemand versucht h\u00e4tte sie darunter zu verstecken. Emily trug noch immer ihr rosa Bl\u00fcmchenkleid, das sie gestern getragen hatte sowie ihre lauten St\u00f6ckelschuhe. Er kniete sich hin und sammelte vorsichtig ein paar Bl\u00e4tter von ihrem langen Kleid. Je mehr er freilegte, desto mehr getrocknetes Blut kam zum Vorschein. Auch die Bl\u00e4tter klebten schon an ihr. Als er ihr Gesicht freilegte starrte sie mit leeren Augen zur\u00fcck. Ihr Gesicht war schmerzverzerrt und blass. Charles sa\u00df still neben ihr, seine H\u00e4nde zitterten. Traurig und ungl\u00e4ubig sah er seine tote Klassenkameradin an.<br>Pl\u00f6tzlich sp\u00fcrte Charles wie jemand den Kragen seiner Jacke packte und, bevor er reagieren konnte, ihn zur\u00fcck zog und wieder zum stehen brachte. Der aufgebraucht Polizist stellte sich zwischen Charles und Emily. Charles rieb seinen Hals, w\u00e4hrend er den Polizisten genervt ansah, der ihn anbr\u00fcllte \u00bbWas f\u00e4llt dir ein?! Das hier ist ein Tatort!\u00ab<br>Charles blieb unbeeindruckt. \u00bbIch kannte Emily. Ich war die Person, die informiert werden wollte, wenn sie gefunden wird.\u00ab Keiner der Beiden brach den Augenkontakt.<br>\u00bbAch wirklich, du bist also Charles Valentini?\u00ab Kurzes Schweigen. \u00bbTrotzdem kannst du nicht hier sein oder soll ich dich festnehmen, wegen Behinderung der Polizei?\u00ab<br>Seufzend fuhr sich Charles mit der Hand durch die Haare. \u00bbMeinetwegen, obwohl Sie eigentlich die Person sind, die mich behindert.\u00ab, murmelte er vor sich hin.<br>\u00bbWas hast du gesagt?!\u00ab, fauchte der Polizist genervt.<br>\u00bbNichts.\u00ab L\u00e4chelnd ging er r\u00fcckw\u00e4rts zur\u00fcck. Nachdem er sich umdrehte, verschwand sein L\u00e4cheln sofort. Den Blick des Polizisten sp\u00fcrte er weiterhin in seinem Nacken. Genervt setzte er sich auf eine nicht weit entfernte Bank, damit er den Tatort im Auge behalten konnte. Um den Blick des Polizisten zu meiden, nahm er sein Handy aus der Jackentasche. Mit nur ein paar Klicks w\u00e4hlte er die Nummer seines Onkels. \u00bbLeider bin ich gerade nicht erreichbar. Bitte hinterlasse eine Nachricht nach dem Signalton.\u00ab Charles lehnte sich seufzend zur\u00fcck. \u00bbWarum gehst du nicht ans Telefon, wenn ich dich brauche?\u00ab Er beobachtete, wie die Wolken langsam \u00fcber den Himmel zogen, um sich zu beruhigen. \u00bbEntschuldigung\u2026 Mr. \u2026 Valentini?\u00ab Charles schreckte auf. Kaum eine Handbreite entfernt von ihm war ein Mikrofon in seinem Gesicht. Langsam schob er es zur Seite, doch bevor er etwas sagen konnte, fing der Reporter an weiter zu brabbeln. \u00bbMr. Valentini, Sie arbeiten doch f\u00fcr Ihren Onkel Stefano Valentini, richtig?\u00ab Charles sah ihn mit einem verlorenen Blick an.<br>\u00bbHm??\u00ab<br>\u00bb\u00c4hm, ja, ich helfe bei ihm \u00f6fters aus.\u00ab<br>\u00bbWir haben von Emilys Mord geh\u00f6rt\u00ab Der Reporter strahlte stolz.<br>\u00bbDas haben Sie wahrscheinlich von der Polizei, richtig?\u00ab, Er sah zur\u00fcck zu dem Polizisten, der mich verscheucht hatte.<br>\u00bbWas halten Sie von dem Mord?\u00ab<br>\u00bbEs ist sehr tragisch und ich hoffe, dass der Verantwortliche schnell gefunden wird.\u00ab Sein Blick wanderte zur\u00fcck zum Reporter.<br>\u00bbEs ist schlie\u00dflich nicht das erste Mal, dass jemand, der Ihnen und Ihrem Onkel nahe stand, gestorben ist. Es war doch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Ereignisse wiederholen w\u00fcrden. Habe ich recht?\u00ab<br>\u00bbWollen Sie etwa sagen, er h\u00e4tte etwas damit zu tun?\u00ab Charles warf ihm einen b\u00f6sen Blick zu.<br>\u00bbW\u00fcrden Sie es nicht in Betracht ziehen? Ich denke, die Fakten sprechen f\u00fcr sich. Schlie\u00dflich wurden sie nie aufgekl\u00e4rt.\u00ab<br>\u00bbNiemals, so etwas w\u00fcrde er nie tun.\u00ab Charles sch\u00fcttelte den Kopf.<br>\u00bbUnd was ist mit Ihnen?\u00ab<br>\u00bbIch? Ich k\u00f6nnte Emily nie etwas antun! Sie war so ein nettes M\u00e4dchen\u2026\u00ab Er setzte sich auf.<br>\u00bbWelches Alibi haben Sie denn f\u00fcr Mord?\u00ab<br>Charles Augen zuckten nerv\u00f6s von links nach rechts.<br>\u00bbLaut den Aussagen Ihres Onkels waren Sie zur Zeit des Verschwindens nicht Zuhause.\u00ab<br>\u00bbDas ist korrekt, ich war allein\u2026, aber\u2026 ich war doch derjenige, der sie vermisst gemeldet hatte, als sie sich nicht meldete!\u00ab<br>\u00bbDas macht sie nicht weniger verd\u00e4chtig.\u00ab<br>\u00bbIch lass mir das nicht l\u00e4nger gefallen!\u00ab Er stand auf und ging am Reporter vorbei.<br>\u00bbDer Tod scheint Sie zu begleiten, habe ich Recht?\u00ab<br>Dieser Satz schallte durch Charles\u2019 Gedanken wie ein Echo und er stoppte f\u00fcr einen Moment.<br>\u00bbIch muss gehen.\u00ab Mit schnellen Schritten ging er die Stra\u00dfe runter nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Charles das Haus betrat, sah er sich gereizt um und lie\u00df die T\u00fcr hinter sich ins Schloss fallen. Das Wohnzimmer war voll mit diversen Fotografien, die dunkle Szenen von toten Tieren, Engeln oder auch D\u00e4monen darstellten. Charles versuchte die T\u00fcr zu einem Nebenraum zu \u00f6ffnen, doch sie war verschlossen. Mit einer geballten Faust pochte er gegen die T\u00fcr.<br>\u00bbWas willst du?\u00ab<br>\u00bbLass mich rein!\u00ab<br>\u00bbWas willst du?\u00ab<br>Charles seufzte und hielt seine flache Hand gegen die T\u00fcr.<br>\u00bbWarum hast du der Polizei nicht gesagt, dass ich hier gewesen w\u00e4re?\u00ab<br>\u00bbDas w\u00e4re gelogen\u00ab<br>\u00bbNa und?! Jetzt verd\u00e4chtigen die mich!\u00ab<br>Es wurde still. Diese Stille wurde durch das Klicken des Schlosses unterbrochen.<br>Charles ging einen Schritt zur\u00fcck, als sich die T\u00fcr \u00f6ffnete.<br>\u00bbIch wei\u00df nicht was ich tun soll\u2026 Ich war es doch nicht\u2026\u00ab<br>Charles fing an zu schluchzen. Neben seinem Onkel kam er sich so klein und schwach vor.<br>\u00bbSie werden dir nichts vorwerfen k\u00f6nnen.\u00ab Er umarmte Charles und streichelte behutsam seinen Kopf.<br>\u00bbIch kann das nicht mehr\u2026 warum verfolgt mich der Tod\u2026?\u00ab<br>\u00bbEs verfolgt uns alle. Mach dir keine Sorgen. Alles wird gut.\u00ab Charles stie\u00df sich genervt weg.<br>\u00bbNat\u00fcrlich verfolgt es mich! Wie kannst du nur so blind sein?!\u00ab<br>\u00bbCharles\u2026\u00ab<br>\u00bbWarum versteht mich keiner\u2026?\u00ab Er stampfte in sein Zimmer, knallte die T\u00fcr zu, lie\u00df sich auf sein Bett fallen.<br>\u00bbTeenager\u2026\u00ab Stefano seufzte und ging zur\u00fcck in sein Arbeitszimmer.<br>Charles holte sein Handy aus der Jacke und spielte Musik ab, um sich zu beruhigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Weile schlich sich Charles in die K\u00fcche, um sich einen Joghurt zu schnappen. Als er die K\u00fchlschrankt\u00fcr schloss, stand Stefano hinter der T\u00fcr. \u00bbGeht\u2019s dir besser?\u00ab Ohne Antwort a\u00df Charles seinen Joghurt und setzte sich auf die Couch. \u00bbKomm schon rede mit mir.\u00ab<br>\u00bbWas w\u00e4re wenn wir einfach von hier weglaufen?\u00ab<br>\u00bbWovor willst du denn weglaufen?\u00ab<br>\u00bbAllem, denk ich mal. Alles hier erinnert mich an Melody\u2026jeder hier kennt mich, was das ganze nur umso schlimmer macht und jetzt verd\u00e4chtigen die mich einen Mord begangen zu haben\u2026\u00ab<br>\u00bbDie werden schon merken, dass du nichts gemacht hast.\u00ab<br>\u00bbJa, aber es wird nur immer schlimmer. Wer auch immer hierf\u00fcr verantwortlich ist, wird vermutlich nicht damit aufh\u00f6ren bis ich meinen Verstand verliere oder f\u00fcr Mord im Knast lande.\u00ab<br>\u00bbJetzt bist du aber dramatisch.\u00ab Stefano rollte am\u00fcsiert die Augen.<br>\u00bbJetzt schau mich nicht so an. Es w\u00e4re doch super in eine neue Stadt zu ziehen, wo keiner einen kennt. Ein richtiger Neuanfang.\u00ab Charles\u2019 Augen funkelten vor Begeisterung und Hoffnung.<br>\u00bbOb das wirklich so eine gute Idee ist\u2026\u00ab Stefano kratze sich am Hinterkopf.<br>\u00bbVielleicht w\u00fcrde dort auch endlich mal jemand deine Bilder kaufen.\u00ab Charles stand auf, um seinen Joghurtbecher wegzuwerfen.<br>\u00bbHm, kein schlechter Punkt. Vielleicht w\u00fcrde dann jemand meine Kunst zu sch\u00e4tzen wissen.\u00ab<br>\u00bbHab ich Recht?\u00ab<br>\u00bbUnd wo willst du hin?\u00ab<br>\u00bbIch bin froh, dass du fragst.\u00ab Er warf Stefano voller Begeisterung sein Handy zu. Dieser sah zu wie das Handy auf die Couch fiel und zog es dann zu sich. \u00bbEden? Ist das dein Ernst?\u00ab<br>\u00bbExakt, die sicherste Stadt der Welt. Dort h\u00e4tten wir endlich unsere Ruhe. Wir m\u00fcssen nur einen Test bestehen. Das sollte einfach sein.\u00ab<br>\u00bbEin Test? \u2026Wenn du meinst\u2026\u00ab Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen.<br>\u00bbWir k\u00f6nnen es doch wenigstens versuchen. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Pl\u00e4tzen, also wer wei\u00df.\u00ab<br>\u00bbDieses Interview ist verdammt weit weg.\u00ab<br>\u00bbWir k\u00f6nnen dort \u00fcbernachten. Dar\u00fcber brauchst du dir keine Sorgen machen\u00ab<br>Stefano seufzte. \u00bbMeinetwegen\u2026\u00ab Er ging zur\u00fcck in sein Arbeitszimmer ohne weitere Worte.<br>Charles schaute ihn verdutzt nach ohne sich vom Platz zu bewegen. Nachdem die T\u00fcr ins Schloss fiel, ging er zur Couch und schaute auf sein Handy. \u00bbEs wird sich endlich alles \u00e4ndern. Ich wei\u00df es.\u00ab L\u00e4chelnd lie\u00df er sich auf die Couch fallen und scrollte weiter auf seinem Handy.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Tage sp\u00e4ter war es endlich soweit. Die Beiden packten ihre Sachen ins Auto und machten sich auf den Weg. Charles bewunderte die vorbeifliegenden Landschaften. Bisher hatte er noch nie seine Heimatstadt verlassen. Im Gegensatz zu seinem Onkel, der fr\u00fcher viel gereist war. Charles\u2019 Sicht von der Au\u00dfenwelt bestand zum Gro\u00dfteil aus Erz\u00e4hlungen und Bildern von seinem Onkel, da er sich nicht mehr an die Urlaube mit seinen Eltern erinnern konnte.<br>Nach einer abenteuerlich stundenlangen Fahrt erreichten sie einen riesigen Hotelkomplex nahe einer gro\u00dfen Stadt. Charles sprang aus dem Auto, w\u00e4hrend Stefano das Auto parkte. Vor dem Hotel hatte sich schon eine gro\u00dfe Menge Menschen gesammelt, die mit aller Kraft versuchten nach drinnen zu kommen. Viele der Leute wedelten aufgeregt mit ihren Anmeldezetteln herum.<br>Charles verlor durch das Rauschen der vielen Stimmen schnell seine Begeisterung. Unsicher zog er sich kurzerhand zur\u00fcck in die Schatten, um ungesehen das Geschehen beobachten zu k\u00f6nnen. Er dr\u00fcckte sich mit dem R\u00fccken gegen die Wand und tippte auf seinem Handy. \u00bbWar das vielleicht doch ein Fehler?\u00ab , \u00fcberlegte er verunsichert und lie\u00df seinen Blick \u00fcber die Menschenmenge gleiten. Als sich sein Blick mit dem eines ihm unbekannten Mannes kreuzte, brach Charles den Augenkontakt sofort ab und zog sich seine Kapuze \u00fcber den Kopf.<br>\u00bbAlles okay bei dir?\u00ab Charles stolperte zur Seite, als er bemerkte, dass sich Stefano neben ihn gestellt hatte. \u00bbErschreck mich doch nicht so!\u00ab Er boxte Stefano leicht und l\u00e4chelte ein bisschen. \u00bbZu viele Menschen?\u00ab<br>Charles nickte stumm.<br>\u00bbLass uns etwas warten. Schlie\u00dflich haben wir es nicht eilig.\u00ab<br>Nachdem sie etwas warteten, wurde die Menschenmenge langsam weniger. Daraufhin gingen die zwei zur Anmeldung und gaben die Zettel ab. Drinnen war es menschenleer. Charles nahm seine Kapuze ab und sah sich erleichtert um. Den Gang entlang waren Pfeile, die zu den Tests zu f\u00fchren schienen. Charles lief aufgeregt den Gang hinunter. Stefano folgte ihm langsam und schaute sich jede T\u00fcr, an der er vorbei lief, genau an. Charles wurde von einem Sicherheitsmann in einen Raum gewunken. Er war fast komplett leer ger\u00e4umt. An einem Tisch sa\u00df eine junge Frau im Laborkittel mit mehreren Stapeln Akten. \u00bbBitte setz dich.\u00ab<br>Charles setzte sich verwirrt auf den leeren Stuhl ihr gegen\u00fcber. \u00bbKannst du mir deinen Namen nennen?\u00ab<br>\u00bbCharles Valentini.\u00ab<br>\u00bb16 Jahre?\u00ab<br>\u00bbGenau\u00ab<br>\u00bbF\u00fcllst du bitte diesen Zettel f\u00fcr mich aus?\u00ab Sie reichte ihm ein Klemmbrett mit einem Pers\u00f6nlichkeitstest. Charles nickte und f\u00fcllte ihn bedacht aus, w\u00e4hrend sie sein Verhalten beobachtete.<br>\u00bbHast du eigentlich Haustiere?\u00ab<br>\u00bbNein, leider nicht mehr.\u00ab<br>\u00bbUnd du lebst noch bei deinem Onkel?\u00ab<br>\u00bbJa, wir wollen zusammen nach Eden ziehen.\u00ab<br>\u00bbGut, warum ist die Entscheidung auf Eden gefallen?\u00ab<br>Charles stoppte das Ausf\u00fcllen und schaute ernst zu ihr. \u00bbEs soll die sicherste Stadt weltweit sein und ich\u2026 naja ich f\u00fchle mich nicht sicher. Au\u00dferdem sehnen wir uns nach einem Neustart, da mich in meiner Heimatstadt schon jeder kennt.\u00ab<br>\u00bbWirklich?\u00ab Sie schaute ihn kritisch an.<br>\u00bbNaja, meine Eltern waren relativ bekannt in unserer Stadt\u2026 und jetzt will ich lieber diese Zeit hinter mir lassen.\u00ab<br>Die Frau \u00fcberflog kurz einen ihrer Zettel und nickte dann verst\u00e4ndnisvoll. Charles f\u00fcllte weiter den Zettel aus.<br>\u00bbIst das hier alles?\u00ab, meinte Charles verwirrt und legte das Klemmbrett auf den Tisch.<br>\u00bbF\u00fcrs Erste, ja. Im Raum am Ende des Gangs gibt es das Abendessenbuffet. Danach kannst du dann zu deinem Zimmer.\u00ab Sie kramte einen Schl\u00fcssel aus einer Kiste und warf ihn zu Charles, der ihn mit Leichtigkeit fing.<br>\u00bbAlles klar. Dann bis morgen.\u00ab<br>\u00bbMorgen gibt es dann mehr Untersuchungen.\u00ab<br>Charles nickte, packte den Schl\u00fcssel in seine Jackentasche und verlie\u00df mit einem unguten Gef\u00fchl den Raum. Mit schnellen Schritten lief er durch den Gang. Mit jedem Schritt wurde er schneller. Am Ende des Ganges platzte er durch die T\u00fcr in den Essensraum. Gl\u00fccklicherweise beachtete ihn keiner, also schloss er vorsichtig die T\u00fcr. Wie ein Wiesel schl\u00e4ngelte er sich durch die hungrigen Menschen auf der Suche nach Stefano, der bereits am Essen war. \u00bbDa bist du!\u00ab Charles lie\u00df sich erleichtert neben ihm auf einen Stuhl fallen.<br>\u00bbDu hast ganz sch\u00f6n lang gebraucht.\u00ab Stefano grinste.<br>\u00bbDieser Test war doch ein Witz, oder?\u00ab Charles schnappte sich ein Apfelst\u00fcck von Stefanos Teller.<br>\u00bbDas ist nicht mal das Seltsamste hier. Ist dir nichts aufgefallen?\u00ab<br>\u00bbWas genau meinst du?\u00ab<br>\u00bbW\u00fcrden Familien mit kleinen Kindern nicht Edens Schutz am meisten brauchen?\u00ab<br>\u00bbIch denke mal schon\u2026\u00ab Charles sah sich verwirrt um. Tats\u00e4chlich war niemand j\u00fcnger als er selbst.<br>\u00bbAlso, was denkst du von diesem Stadt-Programm?\u00ab Stefano grinste am\u00fcsiert.<br>\u00bbKomm schon, sei nicht so pessimistisch. Das wird toll, endlich k\u00f6nnen wir neu anfangen.\u00ab, lachte Charles amsiert.<br>\u00bbWenn du meinst\u2026 also ich habe ein ungutes Gef\u00fchl bei der Sache.\u00ab Misstrauisch betrachtete er die Menschen, die sich um das Buffet dr\u00e4ngten.<br>\u00bbNaja wie auch immer mal schauen ob wir die Tests \u00fcberhaupt bestehen.\u00ab Charles grinste frech und schnappte sich noch etwas zu Essen. \u00bbIch bin dann mal in meinem Zimmer.\u00ab Ohne Stefano zu Wort kommen zu lassen, verschwand er in der Menge. Stefano sah ihm besorgt nach. Als er weg war, seufzte er und wand sich seinem restlichen Essen zu. Charles verlie\u00df den Raum mit ein paar weiteren kleinen Snacks und machte sich auf die Suche nach seinem Zimmer. Er dr\u00fcckte den Knopf am Fahrstuhl, w\u00e4hrend er versuchte sich die Nummer seines Zimmers einzupr\u00e4gen. W\u00e4hrend er entspannt wartete, bemerkte er einen Zettel auf dem stand, dass der Fahrstuhl kaputt sei. Als sich die T\u00fcren trotzdem vor ihm \u00f6ffneten, zuckte er mit den Schultern und ging hinein. Selbstbewusst dr\u00fcckte er den Knopf 4, als w\u00e4re es schon Gewohnheit. Bevor sich die T\u00fcren schlossen, h\u00f6rte er jemanden. \u00bbFahrstuhl in Bewegung.\u00ab Charles stand in Stille und sah sich verwirrt um, doch es war nur ein normaler Fahrstuhl. Er lachte und sch\u00fcttelte seinen Kopf und sah in den Wandspiegel. \u00bbIch werde noch verr\u00fcckt. Hoffentlich ist Eden das was ich brauche.\u00ab Er schien auf eine Antwort seines Spiegelbilds zu warten. \u00bbWar das die richtige Entscheidung? Ich werde es wohl bald wissen.\u00ab Die Fahrstuhlt\u00fcr \u00f6ffnete sich und Charles sah die offene T\u00fcr z\u00f6gernd an, doch entschied sich dann doch auszusteigen bevor sich der Fahrstuhl schlie\u00dfen konnte. Im Gang herrschte Totenstille. Jeder seiner Schritte hallte durch den Gang. Ein mulmiges Gef\u00fchl beschlich Charles. \u00bbDie m\u00fcssen noch alle beim Buffet sein\u2026\u00ab Dachte er sich, um sich zu beruhigen. W\u00e4hrend er auf jegliche Ger\u00e4usche lauschte, h\u00f6rte er wie sein Herz anfing immer schneller zu schlagen. Aber alles blieb still. Vorsichtig \u00f6ffnete er seine Zimmert\u00fcr und lie\u00df sie dann hinter sich ins Schloss fallen. Von drau\u00dfen leuchteten die letzen Sonnenstrahlen in sein Zimmer. Charles stopfte sich noch etwas von seinem erbeuteten Essen in den Mund und lie\u00df den Rest auf einem Tisch neben dem Fenster liegen. G\u00e4hnend zog er die Vorh\u00e4nger etwas weiter zu und lie\u00df sich r\u00fcckw\u00e4rts auf sein Bett fallen. Es war so weich wie eine Wolke in der man versinken k\u00f6nne. Charles konnte seine Augen kaum offen halten als ihn die M\u00fcdigkeit \u00fcbermannte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Park war noch nie so leer wie jetzt. 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