{"id":500,"date":"2017-12-30T15:39:01","date_gmt":"2017-12-30T15:39:01","guid":{"rendered":"http:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=500"},"modified":"2019-07-12T09:35:11","modified_gmt":"2019-07-12T09:35:11","slug":"wir-muessen-hier-raus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=500","title":{"rendered":"18. Wir m\u00fcssen hier raus"},"content":{"rendered":"<p>Als ich aufwachte lag ich auf Schnee. So viel Schnee. Neben mir lag Sebastian. Ich stand auf. Es schneite. Alles war wei\u00df. In der Ferne sah ich ein Haus. Ich ging ein paar Schritte. Der Schnee knirschte unter meinen F\u00fc\u00dfen. \u201eSie darf Lily nicht kriegen.\u201c, h\u00f6rte ich Sebastian. Ich drehte mich um. Er stand auf und ging zu mir. Er schien verletzt zu sein. Um uns herum lagen die Bruchteile von Union, auch von Schnee bedeckt. Wir gingen einfach in irgendeine Richtung. Sebastian humpelte. \u201eIst das \u2026 unser Haus?\u201c, fragte Sebastian. \u201eVielleicht hat sie ja dort Lily versteckt.\u201c vermutete ich. \u201eJa, dort m\u00fcssen sie sein&#8230;Ich muss weiter.\u201c, murmelte er und spritzte sich etwas. Wir liefen los. Da knisterte Sebastians Kommunikator. \u201eHast du eine neue Frequenz?\u201c, fragte ich. Er nickte. Wir folgten dem Signal. \u201eSie sind unvorbereitet. Union l\u00e4uft so reibungslos, dass sie es nicht mehr genau \u00fcberwachen.\u201c kam Myra aus dem Kommunikator. \u201eJetzt oder nie.\u201c, sagte Kidman. \u201eWir m\u00fcssten Lily befreien k\u00f6nnen, bevor sie es mitkriegen.\u201c, meinte Theodore, \u201eWenn sie raus ist, sind wir so gut wie unsichtbar.\u201c \u201eSind sie sich da sicher, Theodore?\u201c, fragte Kidman, \u201eJemand Hochrangiges wie sie\u2026 wenn sie geschnappt werden&#8230;\u201c \u201eIch habe meinen Entschluss gefasst.\u201c, unterbrach Theodore sie, \u201eIch kann nicht mehr tatenlos zusehen, wie sie dieses arme Kind f\u00fcr ihre Zwecke missbrauchen.\u201c \u201eDieser dreckige Mistkerl hatte von Anfang an seine Pl\u00e4ne.\u201c, schimpfte Sebastian. \u201eEr hat ihnen nur erz\u00e4hlt, was sie h\u00f6ren wollten.\u201c, bemerkte ich. Wir suchten das n\u00e4chste Signal. \u201eEsmeralda ist in Union und wartet auf Anweisungen.\u201c h\u00f6rten wir Kidman, beim n\u00e4chsten Resonanzpunkt. \u201eGehen wir, Myra. Es wird Zeit.\u201c, meinte Theodore. \u201eBist du dir sicher, Myra? Sobald du zum Kern wirst, kannst du nicht mehr\u2026.\u201c, begann Kidman. \u201eIch wei\u00df, aber wenn ich es nicht tue, sp\u00fcren sie Lily auf und bringen sie wieder zur\u00fcck.\u201c, unterbrach Myra sie, \u201eDas kann ich nicht zulassen. Versprich mir nur, Lily zu Sebastian zu bringen, wenn alles vorbei ist.\u201c \u201eVersprochen, Myra. Dann hei\u00dft es jetzt Lebewohl&#8230;\u201c, meinte Kidman. \u201eMyra hatte vor zum Kern zu werden? Warum?\u201c, fragte Sebastian. Ich zuckte mit den Schultern. Am n\u00e4chsten Resonanzpunkt ging es weiter. \u201eDa ist sie. Schnell. Theodore\u2026 Was tun sie da?\u201c, fragte Myra. \u201eDachten sie wirklich, ich lasse zu, dass sie Mobius vernichten?\u201c, fragte Theodore. \u201eVerr\u00e4ter.\u201c, knurrte ich. \u201eSie besitzen keinen Weitblick, sind aber viel zu wichtig f\u00fcr mich. Wenn ich sie kontrolliere&#8230;\u201c, erg\u00e4nzte Theodore, \u201eWenn ich STEM kontrolliere\u2026 werden sie ihr volles Potenzial entfalten. Jetzt geben sie sie mir.\u201c \u201eNur \u00fcber meine Leiche.\u201c, meinte Myra. \u201eWenn das ihr Wunsch ist.\u201c, sagte Theodore. \u201eDa ist es passiert. Als alles begann, zusammenzubrechen.\u201c, erkannte Sebastian. Da entdeckte ich etwas. \u201eIst das nicht dein B\u00fcro?\u201c, fragte ich. Sebastian drehte sich um. \u201eWas macht das denn hier?\u201c, fragte er und lief hin. Ich folgte ihm. An der Pinnwand waren noch immer die Informationen \u00fcber Stefano, mich, die Mobiusagenten und Theodore. Alle Bilder waren durchgestrichen, au\u00dfer meins. Sebastian ging durch die T\u00fcr in Richtung Spiegel. Ich setzte mich auf einen Stuhl. Auf dem Tisch lag zusammengerollt ein K\u00e4tzchen. Ich streichelte es. Sebastian ging weiter. Das K\u00e4tzchen zuckte nur mit den Ohren. Ich folgte Sebastian. Er sa\u00df auf einem Stuhl und starrte ins Nichts. Er schien besorgt zu sein. Dann stand er auf. Scheinbar hatte er Kopfschmerzen. \u201eWir sollten weiter.\u201c, meinte ich. \u201eIch wei\u00df nicht ob ich das schaffe.\u201c, murmelte er, \u201eIch habe Angst zu versagen. Was ist wenn ich sie nicht retten kann.\u201c \u201eDu hast es so weit geschafft! Und jetzt willst du einfach aufgeben! Lily glaubt an dich! Du schaffst das! Wir haben so viel durchgemacht. Du kannst das schaffen! Nur du kannst sie retten!\u201c, motivierte ich ihn. \u201eDu hast recht. Lily braucht mich.\u201c, erkannte er. Wir gingen wieder nach drau\u00dfen zum n\u00e4chsten Resonanzpunkt. \u201eLauf, Lily! Versteck dich! Ich finde dich!\u201c, rief Myra durch den Kommunikator. \u201eWas zum Teufel tun sie da Myra?\u201c, meinte Theodore. \u201eIch besch\u00fctze meine Tochter!\u201c, erkl\u00e4rte sie. \u201eSie N\u00e4rrin. Die Macht, die sie besitzt\u2026 Sie verstehen es nicht\u2026\u201c, rief Theodore. \u201eNein, SIE verstehen nicht, was ich tun werde, um sie zu besch\u00fctzen.\u201c, konterte Myra. \u201eVerdammt, Myra! Sie k\u00f6nnen nicht weglaufen! Ich finde sie!\u201c, br\u00fcllte Theodore. \u201eDu hast es geschafft. Du hast sie besch\u00fctzt.\u201c, murmelte Sebastian, \u201eAber jetzt bringst du sie in Gefahr.\u201c Wir liefen zu einem Haus auf dem Berg. Davor stand Myra. Sebastian lief zu ihr. \u201eMyra? Bist du das?\u201c, fragte er. Ich hielt mich im Hintergrund. Myra fing wieder an zu wechseln. \u201eSebastian&#8230;\u201c, sagte sie. Er lief auf sie zu, doch sie wich zur\u00fcck. Sebastian blieb stehen. \u201eWarum bek\u00e4mpfst du mich, Myra?\u201c, fragte er. \u201eDu &#8230; verstehst es nicht&#8230;\u201c, sagte sie, \u201eDas ist unser neues Zuhause. Lily wird hier sicher sein. Gl\u00fccklich. Frei von Angst. Frei von Schmerz.\u201c \u201eNein, Myra. Das ist nicht real. Schmerz geh\u00f6rt zum Leben und Liebe auch. Wenn sie hier drin bleibt \u2026 ist ihr Leben nicht frei von Angst\u2026\u201c, erz\u00e4hlte Sebastian, \u201eWeil sie n\u00e4mlich \u00fcberhaupt kein Leben hat\u2026\u201c \u201eDu verstehst es nicht! Was sie ihr angetan haben. Ich kann sie besch\u00fctzen.\u201c, rief sie. \u201eNein, bitte lass sie uns hier rausbringen und zwar gemeinsam. Wir k\u00f6nnen wieder eine Familie sein&#8230;\u201c, bat Sebastian und rannte ihr hinter her. Myra fing wieder an sich zu \u00e4ndern. \u201eNein! Ich lasse nicht zu, dass sie mir jemand wegnimmt!\u201c, rief sie und wurde zu dem Monster. \u201eNein, bitte, Myra.\u201c, sagte Sebastian, \u201eWir haben noch Zeit. Verschwinden wir von hier&#8230;\u201c Sebastian zog seine Pistole. \u201eIch werde Lily nicht hierlassen.\u201c, sagte er, \u201eBitte.\u201c \u201eWer das versucht&#8230;\u201c, murmelte sie, \u201e&#8230;wird sterben!\u201c Sie rannte auf Sebastian zu. \u201eZwing mich nicht dazu!\u201c rief Sebastian heulend und schoss. Ich rannte an den beiden vorbei ins Haus, zu Lily. Ich schlich mich in ihr Zimmer. Sie sa\u00df auf ihrem Bett und rieb sich die Augen. \u201eMaxis? Was machst du denn hier?\u201c, fragte sie. \u201eIch wollte sichergehen, dass es dir gut geht.\u201c, sagte ich gl\u00fccklich und setzte mich neben ihr Bett. Hier drin war es so still. Durch das Fenster sah ich ein gro\u00dfes Monster. \u201eWas ist den da drau\u00dfen?\u201c, fragte Lily. \u201eNichts. Schlaf ruhig weiter.\u201c, meinte ich. Sie legte sich wieder hin und schlief weiter. An ihrer Wand hingen viele Bilder von ihr, Sebastian und Myra. Ich entdeckte auch ein Bild von mir und Billy. Lily schlief ruhig, w\u00e4hrend drau\u00dfen die Welt unterging. Ich sah noch einmal aus dem Fenster. Das Monster drau\u00dfen war verschwunden, stattdessen war ein Meer aus wei\u00dfem Schleim entstanden. \u201eHoffentlich hat Sebastian es geschafft.\u201c, murmelte ich. \u201eLily!\u201c, h\u00f6rte ich Sebastian. Ich verlie\u00df den Raum. \u201eLily ist oben.\u201c, sagte ich, \u201eWo ist Myra?\u201c \u201eSie ist drau\u00dfen. Sie kommt noch nach.\u201c, antwortete er und st\u00fcrmte nach oben. Aus dem Fenster konnte ich Myra schon sehen. Ich lief ihr entgegen und half ihr zum Haus. Sie war verletzt. \u201eMyra!\u201c, rief Sebastian, als wir durch die T\u00fcr reinkamen. Er stand auf der Treppe und hatte Lily auf dem Arm. \u201eIch habe sie! Los. Verschwinden wir von hier.\u201c befahl Sebastian. \u201eTut mir leid, Sebastian. Ich kann nicht.\u201c, sagte sie. \u201eDoch du kannst! Ich trage euch beide, wenn es sein muss, aber ich&#8230;\u201c, rief Sebastian aufgeregt. \u201eNein!\u201c, unterbrach sie ihn, \u201eMobius muss aufgehalten werden.\u201c Sie humpelte zu einem Tisch. \u201eVergiss Mobius. Wir haben schon zu viel an sie verloren&#8230;\u201c wand Sebastian ein, \u201eWir k\u00f6nnen entkommen, nur wir. Wir gehen an einen Ort, an dem sie uns niemals finden.\u201c \u201eMan kann sich nicht verstecken. Sie sind \u00fcberall.\u201c, erkl\u00e4rte Myra, \u201eLily wird immer in Gefahr sein\u2026 wenn ich sie nicht ausschalte.\u201c \u201eOkay. Gut. Ich warte. Sobald Mobius Geschichte ist&#8230;\u201c, sagte Sebastian. \u201eSo funktioniert das nicht, Sebastian. Das ist nur aus dem Inneren m\u00f6glich.\u201c, rief sie, \u201eSTEM ist mehr als nur dieser Ort. Ganz Mobius ist \u00fcber Chips in den K\u00f6pfen damit verbunden. Sobald ich die Macht des Kerns \u00fcbernehme, kann ich ein Signal \u00fcbertragen, wenn Union zusammenbricht. Ein Signal, das Mobius ein f\u00fcr alle Mal ausschalten kann.\u201c \u201eAber wir sind endlich wieder zusammen.\u201c, wandt Sebastian ein. \u201eIch habe keine andere Wahl. Das ist Teil des Plans. Das war es immer. Es tut mir leid.\u201c \u201eWas\u2026 was wenn ich \u2026 wenn ich Mobius ausschalte\u2026. Dann k\u00f6nnt ihr zusammen fl\u00fcchten\u2026 dann w\u00e4re ich vielleicht doch nocht zu irgendetwas n\u00fctzlich.\u201c, schlug ich vor und versuchte zu l\u00e4cheln. \u201eAber dann wirst du hier niemals rauskommen.\u201c wandt Myra ein, \u201eDas kann ich nicht verantworten.\u201c \u201eIch habe das unvermeidliche schon lange genug herausgez\u00f6gert. Ich w\u00fcrde dort drau\u00dfen sowieso sterben.\u201c, meinte ich. Sie nickte widerwillig. Dann erkl\u00e4rte sie mir was ich zu tun hatte. \u201eDann lass uns gehen, Myra.\u201c, sagte Sebastian. \u201eDanke, Maxis.\u201c, sagte sie. Sie liefen davon, in Richtung Ausgang. Ich tat was Myra mir befohlen hatte. Als ich fertig war, stellte ich mich vor das Haus. Alles fiel zusammen, selbst das Haus. Ich sah mir das Bild an, das Lily gezeichnet hatte. \u201eIch habe alles verloren. Was macht das jetzt schon aus. Wenigstens sind sie gl\u00fccklich.\u201c, meinte ich. Alles fiel ins Nichts, genau wie auf der anderen Ebene. \u00dcberall flogen Teile auf den Boden, wodurch Risse entstanden. Alles fiel ins Nichts, bis nichts mehr \u00fcbrig war. Ein Riss ging durch das Haus. Ich fiel hinein. Es war stockdunkel. Nur mein Auge leuchtete rot. Nichts war mehr \u00fcbrig, au\u00dfer mir. Ich wurde schw\u00e4cher und mein Auge h\u00f6rte auf zu leuchten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich aufwachte lag ich auf Schnee. So viel Schnee. Neben mir lag Sebastian. 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