{"id":1123,"date":"2025-05-01T19:42:22","date_gmt":"2025-05-01T19:42:22","guid":{"rendered":"https:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=1123"},"modified":"2026-04-14T14:11:32","modified_gmt":"2026-04-14T14:11:32","slug":"das-haus-im-wald","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/fanfiction.froxot.com\/?p=1123","title":{"rendered":"3. Das Haus im Wald"},"content":{"rendered":"\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter spazierte Charles durch den Wald am Stadtrand. Je weniger er von der Stadt sehen oder h\u00f6ren konnte, desto besser. Mit jedem Schritt wurde der Wald dunkler und dichter. Hier war es so still, dass man nicht einmal die V\u00f6gel mehr h\u00f6rte. In all der Ruhe lie\u00df er sich auf einem umgefallenen Baum nieder und schloss die Augen, um die Stille zu genie\u00dfen. Pl\u00f6tzlich schossen ihm wieder die Bilder seines Vaters in den Kopf. Schnell riss er seine Augen wieder auf und sah sich paranoid um. Dabei bemerkte er ein lautes rhythmisches Klappern. Neugierig stand er auf und folgte dem Ger\u00e4usch tiefer in den Wald. Alles war still, nur seine Schritte und das Klappern waren zu h\u00f6ren. Ein k\u00fchler Windzug fegte durch die B\u00e4ume und wirbelte ein paar Bl\u00e4tter auf. In der Ferne konnte Charles den Umriss von etwas Gro\u00dfem erkennen. Als er n\u00e4her kam, sah er ein altes verlassenes Haus. Die W\u00e4nde waren mit Moos und Efeu bewachsen, die Scheiben zerschlagen und die T\u00fcr hing nur noch schief an ihrem Platz. Das Klappern kam aus dem Haus. Daran gab es keinen Zweifel. Vorsichtig \u00f6ffnete Charles die T\u00fcr einen Spalt breit, um sich hinein zu schleichen. Quietschend gab die T\u00fcr nach und fiel hinter ihm wieder zu. Drinnen h\u00f6rte man das Klappern noch lauter, es schallte aus jeder Richtung. Hinter einer Ecke befand sich die K\u00fcche, in der noch verstaubte T\u00f6pfe, Teller und Pfannen standen. Charles stellte einen umgefallenen Stuhl wieder auf und ging vorbei ins n\u00e4chste Zimmer. Es war ein voll eingerichtetes Wohnzimmer mit Teppich, Couch und einem Schrank mit unz\u00e4hligen dekorativen Tassen und Tellern. Ein starker Windzug schlug eines der Fenster zu, was Charles zusammenzucken lie\u00df. Langsam \u00f6ffnete es sich wieder und schlug wieder zu. Er ging zum Fenster,  schloss es vorsichtig und schob den Riegel vor.  Es war wieder still. Charles spazierte weiter und kam zum Treppenhaus. An der Treppe befand sich eine gro\u00dfe Stahlt\u00fcr, die viel neuer aussah als der Rest des Hauses. Eine Ecke vom Teppich hielt die T\u00fcr davon ab, sich zu schlie\u00dfen. Vorsichtig dr\u00fcckte er die T\u00fcr auf. Dahinter ging eine klinisch wei\u00dfe Treppe hinunter in den Keller. Die Neugier packte ihn und langsam schlich er hinunter. Sie war k\u00fcrzer als er erwartet hatte. Am Ende der Treppe war ein Gang, der so lang war, dass man sein Ende nicht sehen konnte. Alles war strahlend hell beleuchtet, doch es herrschte eine unheimliche Stille. Charles Schritte hallten von \u00fcberall wieder. Alle T\u00fcren im Gang waren so wei\u00df und glatt wie die W\u00e4nde, wodurch man sie kaum sah. Nur das leuchtende &#8222;LOCKED&#8220;-Schild \u00fcber jeder T\u00fcr verriet sie. In der Ferne blinkte ein gr\u00fcn leuchtendes Schild. Vorsichtig ging er hin und dr\u00fcckte die T\u00fcr auf. Ohne ein Ger\u00e4usch von sich zu geben, \u00f6ffnete sie sich. Aus dem Raum kam lautes Lachen. Leise lie\u00df er die T\u00fcr hinter sich zu gleiten. Charles fand sich in einer Art Pausenraum wieder. Die rechte Wand entlang reihten sich Snackautomaten. Am Ende der Reihe riskierte Charles einen Blick um die Ecke. Dort fand er einige Tische, die wie in einer Cafeteria in Gruppen angeordnet waren. In der Mitte des Raums standen einige M\u00e4nner in Osirisuniform. Sie lachten einen aus, der als Einziger in der Gruppe eine Uniform mit durchgestrichenen Augen trug. Jedes mal, wenn er versuchte aufzustehen, traten sie ihn wieder zu Boden. Drumherum sa\u00dfen andere Leute in verschiedensten Osirisuniformen und sahen nur stumm zu oder konzentrierten sich auf ihr Essen. Charles lief ein Schauer den R\u00fccken hinunter. Langsam ging er r\u00fcckw\u00e4rts, um nicht entdeckt zu werden. Doch er stolperte gegen jemanden. Vor Schreck zuckte er zusammen. \u00bbWas machst du denn hier? Bewohner haben hier keine Zutrittsbefugnis.\u00ab<br> \u00bbIch wollte sowieso gerade gehen.\u00ab<br> Er schob sich am Osirismitarbeiter vorbei in Richtung des Ausgangs.<br> \u00bbNein, du bleibst lieber hier.\u00ab Er versuchte Charles Arm zu greifen, doch dieser wich geschickt aus und st\u00fcrmte durch die noch offene T\u00fcr hinaus auf den Gang. \u00dcberraschenderweise folgte der Osirismitarbeiter ihm nicht. Charles sah zur\u00fcck und wurde langsamer, als er bemerkte, dass er nicht verfolgt wurde.<br> \u00bbDas war zu einfach.\u00ab Murmelte er vor sich hin, w\u00e4hrend er den Gang entlang ging.<br> In der Ferne h\u00f6rte er das Echo einiger Osirismitarbeiter. Oben angekommen, schloss er die T\u00fcr, schnappte sich den Stuhl aus der K\u00fcche und klemmte ihn unter den T\u00fcrknauf, in der Hoffnung, dass es seine Verfolger, falls es welche gab, aufhalten w\u00fcrde. Genau in dem Moment h\u00f6rte er von der Haust\u00fcr aus ein  lautes Knacken, das von drau\u00dfen zu kommen schien. Erschrocken starrte er auf die T\u00fcr am Ende des Hausflur an. Ohne viel nach zu denken ging er die Treppe hoch, um Distanz zwischen sich und der T\u00fcr aufzubauen. Die Stufen knarrten  unter seinen Schritten, was ihn ausbremste. Er schlich in den erst besten Raum, ohne sich weiter umzusehen und schloss die T\u00fcr hinter sich. Gerade rechtzeitig, denn er konnte deutlich das Quietschen der Haust\u00fcr h\u00f6ren. Er setzte sich mit dem R\u00fccken gegen die T\u00fcr und lauschte auf Ger\u00e4usche. Die Person im Untergeschoss war aber nicht darauf aus, leise zu sein, so laut wie sie durch das Haus stampfte.<br> \u00bbGlaubst du wirklich, dass jemand hier ist?\u00ab Eine weitere Person \u00f6ffnete quietschend die T\u00fcr.<br> \u00bbAuf jeden Fall ist jemand hier und jetzt shh!\u00ab Wurde er von einer Frau angefaucht. Sie nahm den Stuhl von der T\u00fcr weg und stellte ihn an seinen urspr\u00fcnglichen Platz zur\u00fcck.<br> \u00bbDu hast Recht. Ich hab\u2026\u00ab<br> \u00bbSei still!\u00ab Fl\u00fcsterte sie aggressiv.<br> Sie gingen in einen anderen Raum. Charles konnte sie fl\u00fcstern h\u00f6ren, doch verstand kein Wort. Bald fiel alles in Totenstille, die nur hin und wieder durch ein quietschendes Brett durchbrochen wurde. Er sah sich in dem Raum, in dem er sich versteckt hatte um. Es war ein altes Schlafzimmer mit einem halb offenen Schrank, Nachttisch und einem alten Bett am Fenster. Vorsichtig schlich er hin\u00fcber und sah aus dem Fenster. Unten wuchsen einige B\u00fcsche rund um das Haus. Hinter sich h\u00f6rte er das Knarzen der Treppe. Vorsichtig dr\u00fcckte er das Fenster auf, dass sich mit einem langen Quietschen \u00f6ffnete und zog die Decke vom Bett. Mit Schwung warf er die Decke auf die B\u00fcsche. In der Stille konnte er unverkennbar das Nachladen einer Pistole h\u00f6ren. Sein Atem stockte und ohne auf ein weiteres Ger\u00e4usch zu warten, sprang er aus dem Fenster und landete auf der Decke. Mit einem lauten Knacken und Rascheln brach der Busch unter seinem Gewicht zusammen. So schnell, als h\u00e4tte er es schon tausende Male gemacht, rappelte er sich auf und lief in den Wald. Er h\u00f6rte das Klappern und Knarzen des Hauses und dann schnelle Schritte.<br>Ein Knall und neben ihm schlug eine Kugel in einen Baum ein. Charles stolperte zur Seite und verlor fast das Gleichgewicht. \u00bbSchei\u00dfe\u2026\u00ab Fauchte er zu sich selbst. Um seinen Verfolger abzusch\u00fctteln, schlug er sich durch einige B\u00fcsche, doch die Schritte kamen immer n\u00e4her. Also stoppte er abrupt und versteckte sich hinter einem gro\u00dfen Baum.  Er versuchte sein Handy aus der Jacke zu ziehen, doch seine H\u00e4nde zitterten so stark, dass er es fast fallen lie\u00df. F\u00fcr einen Moment schloss er die Augen und zwang sich, langsamer zu atmen. Mit einem tiefen Atemzug \u00f6ffnete er die Augen wieder und tippte eine Nachricht an Stefano. Hinter dem Baum konnte h\u00f6ren, wie die Schritte leise, vorsichtiger geworden waren und immer n\u00e4her kamen. Auf dieser Distanz h\u00e4tte er kaum \u00dcberlebenschancen, sch\u00e4tze Charles. Eine Kugel w\u00fcrde reichen und er w\u00e4re tot und ohne Ablenkung w\u00fcrde er nicht entkommen k\u00f6nnen. Sein Blick fiel auf sein Handy, er \u00fcberpr\u00fcfte seine Nachricht noch einmal und  warf sein Handy so weit weg wie er konnte. Mit einem dumpfen Schlag und einigem Rascheln landete es auf dem Boden, gefolgt von einem weiteren Schuss. Charles hielt sich den Mund zu und wartete, bis sein Verfolger am Baum vorbei ging, um das Ger\u00e4usch zu untersuchen. Vorsichtig schlich Charles in die entgegengesetzte Richtung zur\u00fcck in Richtung des Hauses. Es war still, er war die Beiden f\u00fcrs erste los. Erleichtert seufzte er und ging in die Richtung, die zur\u00fcck nach Eden f\u00fchren sollte. Der Weg zog sich aber immer l\u00e4nger und schien kein Ende zu nehmen. B\u00e4ume, \u00fcberall B\u00e4ume, kein Fluss, keine H\u00e4user. So lang hatte er den Weg zum verlassenen Haus nicht in Erinnerung. Unbewusst lief er immer schneller, in der Hoffnung, bald da zu sein.<br> \u00bbNicht so schnell, Kleiner.\u00ab Eine Frau in Osiris Uniform trat hinter einem Baum hervor und stellte sich ihm in den Weg.<br> Erschrocken stolperte Charles ein paar Schritt zur\u00fcck und blieb stumm stehen.<br> \u00bbWas machst du denn hier drau\u00dfen so allein?\u00ab Besorgt ging sie einen Schritt auf ihn zu.<br> \u00bbWas geht Sie das an?\u00ab Er sah sie kritisch an und wich einen Schritt zur\u00fcck.<br> \u00bbDu brauchst doch keine Angst vor mir zu haben.\u00ab Sie l\u00e4chelte warm.<br> \u00bbWieso sollte ich Angst haben?\u00ab Er l\u00e4chelte sie frech an, w\u00e4hrend sein Inneres ihn anflehte zu rennen.<br> \u00bbHast du dich verlaufen?\u00ab<br> \u00bbNein, ich bin gerade auf dem Weg nach Hause. Eden liegt in dieser Richtung, oder?\u00ab Er zeigte in die Richtung, in die er unterwegs war.<br> \u00bbAber das ist die falsche Richtung und hier drau\u00dfen ist es gef\u00e4hrlich.\u00ab, antwortete sie, ohne den Augenkontakt zu brechen, w\u00e4hrend sie immer n\u00e4her kam.<br> \u00bbIch komm schon klar.\u00ab Er seufzte.<br> Irgendwo in der N\u00e4he knackte ein Ast.<br> \u00bbK\u00f6nnen Sie mir sagen, in welche Richtung Eden liegt?\u00ab Fragte er schnell.<br> \u00bbAber nat\u00fcrlich.\u00ab Sie nahm ihr Tablet raus und \u00f6ffnete die Karte. \u00bbWir sind da und Eden ist genau\u2026\u00ab Als sie aufsah, war Charles verschwunden. \u00bbHier\u2026\u00ab<br> Ihr L\u00e4cheln verschwand und sie steckte das Tablet weg.<br> \u00bbDu solltest auf mich h\u00f6ren, Kleiner. Hier drau\u00dfen ist es gef\u00e4hrlich.\u00ab<br> Charles dr\u00fcckte sich gegen den Baum und lauschte ihren Schritten. Sein Herz raste.<br> \u00bbHast du ihn gefunden?\u00ab Eine zweite Person kam dazu.<br> \u00bbEr ist hier irgendwo.\u00ab<br> \u00bbIch hatte ihn fast.\u00ab<br> \u00bbEr ist eben geschickter als wir dachten.\u00ab<br> Charles wagte es nicht, sich zu bewegen, in der Furcht, dass sie ihn bei seiner Flucht erwischen k\u00f6nnten. Die Zwei fingen an, hinter jedem Baum in der N\u00e4he zu schauen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter w\u00fcrden sie ihn finden. Charles atmete tief ein und joggte zu einem weiter entfernten Baum. Gerade als er sich hinter den Baum dr\u00fcckte, riss ein Schuss direkt neben seinem Kopf die Rinde vom Baum. Vor Schreck setzte sein Herz  einen Schlag aus.<br> \u00bbDa bist du ja\u00ab Sagte die Frau und kam auf den Baum zu. Panisch sah Charles sich um, da kam ihm eine Idee. Er kniete sich auf den Boden und kratzte Erde zusammen.<br>  \u00bbGut, ihr habt mich. Ich geb&#8216; auf. Bitte schie\u00dft nicht auf mich.\u00ab<br> \u00bbWas hast du gesehen, Kleiner?\u00ab<br> \u00bbIch habe nichts gesehen.\u00ab<br> \u00bbWir wissen doch, dass  das gelogen ist, Charles.\u00ab, sagte der Mann.<br> Verwirrt stand Charles auf, doch f\u00fcr \u00dcberlegen hatte er gerade keine Zeit. Als die Zwei hinter dem Baum hervor kamen, warf er den Beiden jeweils eine Ladung Erde ins Gesicht. Blitzschnell drehte er sich um und rannte davon. Hinter sich h\u00f6rte er das w\u00fctende Kreischen der Frau. Er rannte so schnell wie er konnte. Einer der Beiden nahm die Verfolgung auf. Charles lief Schlangenlinien zwischen den B\u00e4umen in der Hoffnung, es w\u00fcrde ihm Feuerschutz geben, Doch diese Hoffnung wurde zerst\u00f6rt, als sich eine Kugel in seinen R\u00fccken bohrte. Charles schrie vor Schmerz auf, stolperte und ging zu Boden. Adrenalin schoss durch seine Adern. Er rappelte sich auf und wollte weiter rennen, als ein weiterer Schuss sein Schienbein zerschmetterte. Schreiend ging er erneut zu Boden. Unkontrollierbar liefen Tr\u00e4nen sein Gesicht herunter. Panisch versuchte er erneut aufzustehen, doch der Schmerz war unaushaltbar. Wimmernd kniete er am Boden.<br> \u00bbDoch nicht mehr so \u00fcberlegen, was? Du h\u00e4ttest lieber kooperieren sollen.\u00ab Sie presste ihre Pistole in Charles Wunde, wodurch er wieder vor Schmerz aufschrie. \u00bbDu solltest wirklich mehr Respekt haben, Kleiner.\u00ab<br> \u00bbBitte lass mich leben\u2026 ich will nicht sterben\u2026\u00ab Er sp\u00fcrte, wie das Blut seinen R\u00fccken hinunter lief.<br> Die Frau lachte am\u00fcsiert. \u00bbDas h\u00e4ttest du dir vielleicht vorher \u00fcberlegen sollen.\u00ab<br> \u00bbEs tut mir leid, ich wollte das nicht\u2026 ich h\u00e4tte da nicht runtergehen sollen. Ich werde es auch keinem erz\u00e4hlen.\u00ab Er hustete Blut aus.<br> \u00bbNa geht doch.\u00ab Sie grinste am\u00fcsiert. Ihr Teampartner stand nur stumm daneben und sah zu. Charles zitterte am ganzen K\u00f6rper. Langsam f\u00fcllte sich seine Lunge mit Blut, das er verzweifelt versuchte aus zu husten, doch es war zu viel und er bekam kaum noch Luft. Seine Kr\u00e4fte begannen zu schwinden. Er konnte sich kaum aufrecht halten. \u00bbDu k\u00f6nntest einem fast leid tun\u2026 Aber nur fast.\u00ab Sie grinste am\u00fcsiert. Charles kippte zur Seite, er hatte kaum noch Kraft, um sich zu bewegen. Er atmete schwer und hustete mehr Blut aus. Seine Sicht verschwamm langsam aber sicher. Er murmelte unverst\u00e4ndliche Bitten, bevor alles schwarz wurde.<\/p>\n\n\n\nCharles wachte in seinem Bett in Eden auf. Etwas benommen sah er sich um. Vorsichtig setzte er sich auf und tastete nach der Schusswunde an seinem R\u00fccken. Sie war verschwunden. Vorsichtig zog er seine Decke zur Seite. Auch sein Bein war wieder in Ordnung. Es war, als w\u00e4re nie etwas gewesen. Ungl\u00e4ubig tastete er sein Bein ab, doch alles schien normal. Vorsichtig belastete er sein Bein, langsam ging er in die K\u00fcche. Alles f\u00fchlte sich so surreal an.<br>\n\u00bbAh, du bist endlich wach.\u00ab Stefano arbeitete gerade an einem Foto.<br>\n\u00bbWie bin ich hier hergekommen?\u00ab<br>\n\u00bbIch habe mir Sorgen gemacht, als du mir nicht geantwortet hast und dann bin ich dich eben suchen gegangen.\u00ab<br>\nCharles sah ihn ungl\u00e4ubig an.<br>\n\u00bbN\u00e4chstes Mal solltest du lieber kein Nickerchen im Wald halten.\u00ab<br>\n\u00bbNickerchen?\u00ab Charles stellte sich neben Stefano, der ein Bild von einer Blume knipste.<br>\n\u00bbJa, du warst eingeschlafen.\u00ab<br>\n\u00bbWas ist mit meinem Bein und meinem R\u00fccken passiert?\u00ab<br>\n\u00bbWas sollte damit sein?\u00ab Verwirrt sah er Charles an.<br>\n\u00bbNa ja, da waren so zwei Verr\u00fcckte im Wald, die auf mich geschossen haben.\u00ab<br>\n\u00bbDas hast du sicher nur getr\u00e4umt.\u00ab Er streichelte Charles Kopf.<br>\nCharles stie\u00df die Hand weg. \u00bbIch hab mir das nicht eingebildet!\u00ab<br>\nStefano seufzte. \u00bbUnd warum hast du dann keine Wunden?\u00ab<br>\n\u00bb&#8230; Das wei\u00df ich auch nicht.\u00ab<br>\n\u00bbIss lieber erstmal was.\u00ab Er \u00fcberpr\u00fcfte das Foto.<br>\n\u00bbAber ich wei\u00df, dass es echt war. Diese Schmerzen\u2026 Die kann ich mir nicht eingebildet haben\u2026\u00ab Seine Gedanken kreisten verloren.<br>\nBesorgt sah Stefano zu ihm her\u00fcber.<br>\n\u00bbMach dir nicht so viele Gedanken dar\u00fcber. Tr\u00e4ume k\u00f6nnen dir nichts tun.\u00ab<br>\n\u00bbIch sag es dir doch, das war kein Traum. Warum glaubst du mir nicht?\u00ab Charles sah ihn verzweifelt an.<br>\n\u00bbHast du irgendwelche Beweise daf\u00fcr, dass es real war?\u00ab Er schnipste gegen die Vase, die er fotografiert hatte, sie bewegte sich keinen Millimeter.<br>\n\u00bbBist du jetzt etwa Polizist oder was soll das? Beweise? Vertraust du mir etwa nicht?!\u00ab Er stellte sich zwischen Stefano und die Vase.<br>\n\u00bbDoch schon, aber das klingt ziemlich absurd. Ich meine du hast keine Wunden und willst mir erz\u00e4hlen, dass du angeschossen wurdest.\u00ab Er ging die Fotos auf seiner Kamera durch und l\u00f6schte einige.<br>\n\u00bbAber es ist so passiert. Wenn ich es dir doch sage.\u00ab<br>\n\u00bbVersuch es einfach zu vergessen, das hier ist schlie\u00dflich die sicherste Stadt und ich werde nicht zulassen, dass dir etwas passiert.\u00ab Er stellte die Kamera auf den Tisch.<br>\n\u00bbAber wenn du nicht da bist\u2026\u00ab Charles hielt sich den Kopf.<br>\n\u00bbWas ist aus ich komm schon klar geworden?\u00ab, neckte er Charles.<br>\n\u00bbNa ja, ich komm eben nicht gegen alles an\u2026 und du wirst auch nicht immer da sein.\u00ab<br>\nStefano sah ihn besorgt an, da kam ihm eine Idee und er kramte etwas aus seiner Jackentasche.<br>\n\u00bbHier, damit f\u00fchlst du dich bestimmt sicherer. Es hat mir gute Dienste geleistet.\u00ab<br>\nEr gab Charles ein schwarz gl\u00e4nzendes Campingmesser, das an den Seiten mit schwungvollen Gravuren dekoriert war. Vorsichtig nahm er den ledernen Griff. Seine Augen gl\u00e4nzten vor Begeisterung.<br>\n\u00bbEs wird dich besch\u00fctzen, auch wenn ich nicht mehr bei dir bin und es wird dich an mich erinnern.\u00ab<br>\nCharles umarmte Stefano. \u00bbVielen vielen Dank\u00ab<br>\nStefano l\u00e4chelte. \u00bbVerlier es blo\u00df nicht.\u00ab<br>\n\u00bbWerde ich nicht, ich werde gut darauf aufpassen.\u00ab<br>\n\u00bbGenau das will ich h\u00f6ren.\u00ab Er streichelte Charles Kopf. \u00bbJetzt solltest du vielleicht etwas essen, du musst hungrig sein. In der K\u00fcche sind noch Nudeln f\u00fcr dich. Leider muss ich aber los. Die Stadt hat mir ein Model zugeteilt, mit dem ich mich f\u00fcr ein Fotoshoot treffe.\u00ab<br>\n\u00bbDas ging aber schnell.\u00ab<br>\n\u00bbDas hat mich auch \u00fcberrascht, aber Eden hat vermutlich noch mehr \u00dcberraschungen auf Lager, als man meint.\u00ab Er stupste gegen die Vase, die er fotografiert hatte, wodurch sie wackelte und fast umfiel. \u00bbDann bis sp\u00e4ter.\u00ab<br>\nL\u00e4chelnd verlie\u00df er das Haus.<br>\n\u00bbBis sp\u00e4ter.\u00ab Er winkte ihm nach, w\u00e4hrend er sein Messer fest umklammerte.\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige Zeit sp\u00e4ter spazierte Charles durch den Wald am Stadtrand. Je weniger er von der Stadt sehen oder h\u00f6ren konnte, desto besser. Mit jedem Schritt wurde der Wald dunkler und dichter. Hier war es so still, dass man nicht einmal die V\u00f6gel mehr h\u00f6rte. 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